Gut im Markt behauptet und mit grossen Fortschritten im Projekt Olma-Neuland – das war das Jahr 2019 der Olma Messen

Im Geschäftsjahr 2019 haben die Olma Messen St.Gallen zahlreiche Messen und Veranstaltungen wie Kongresse und Tagungen durchgeführt. Im Projekt Olma-Neuland konnten wichtige Etappen wie beispielsweise die Einreichung des Baugesuchs für den Hochbau erfolgreich gestaltet werden. Zudem gibt es einen Ausblick auf das Jahr 2020 betreffend des Führungswechsels und der Coronakrise. 

Hören
Drucken
Teilen
Hier enthüllen Olma Direktor Nicolo Paganini (rechts) und Thomas Scheitlin  an einer Medienkonferenz vor einem Jahr das Siegerprojekt für die neue Halle 1. Genau in diesem Projekt Olma-Neuland konnten nun wichtige Etappen erfolgreich gestaltet werden.

Hier enthüllen Olma Direktor Nicolo Paganini (rechts) und Thomas Scheitlin  an einer Medienkonferenz vor einem Jahr das Siegerprojekt für die neue Halle 1. Genau in diesem Projekt Olma-Neuland konnten nun wichtige Etappen erfolgreich gestaltet werden.

Bild: Benjamin Manser (28. März 2019) 

(pd/evw) Die Olma Messen St.Gallen haben im Geschäftsjahr 2019 elf Messen, davon acht Eigen- und drei Gastmessen, vier Eigenveranstaltungen in Co-Partnerschaften sowie 114 weitere Veranstaltungen wie Kongresse, Tagungen, Konzerte und Festanlässe durchgeführt.

Eine der acht Eigenveranstaltungen der Olma Messen St.Gallen war das als Premiere erfolgreich durchgeführte Bierfestival «Bierprobier». Im erwartet anspruchsvollen Marktumfeld konnten sich die Olma Messen laut einer Medienmitteilung der Genossenschaft Olma Messen St.Gallen gut behaupten und das Budget deutlich übertreffen. Der Cashflow beträgt für das abgelaufene Geschäftsjahr CHF 7,6 Mio.

Im Projekt Olma-Neuland konnten wichtige Etappen wie die Einreichung des Baugesuchs für den Hochbau, die Unterzeichnung wichtiger Verträge oder der Aufbau des Büroprovisoriums erfolgreich gestaltet werden. Das Jahr 2020 bringt für die Olma Messen besondere Herausforderungen. Umso erfreulicher ist, dass die neue Olma-Direktorin Christine Bolt ihre Aufgabe bereits am 1. Juni 2020 antreten kann.

Gute Messeergebnisse trotzen dem herausfordernden Marktumfeld

Das Jahr nach den Absagen verschiedener grosser Schweizer Publikumsmessen wie Muba, Züspa oder Comptoir Suisse forderte insbesondere die verschiedenen Messeteams in besonderem Mass. Mit attraktiven Messekonzepten konnten Ergebnisse und Besucherzahlen auf gutem Niveau gehalten werden. Die beiden grossen Publikumsmessen OLMA und OFFA verzeichneten gemäss dem Communiqué sogar einen Besucherzuwachs.

Erfolgreicher Geschäftsbereich CongressEvents St.Gallen

CongressEvents St.Gallen begleitete 114 Kongresse, Tagungen, Versammlungen, Ausstellungen, Festanlässe und weitere Veranstaltungen und erreichte erneut ein sehr gutes Ergebnis. Die Hallenbelegung stieg auf einen Höchstwert von 277 Belegungstagen an, was ein Plus von 5 Prozent bedeutet. Der Erfolg ist auf ein starkes Kongressjahr zurückzuführen. Dazu gehören fünf medizinische Fachgesellschaften, die neben den bekannten und wiederkehrenden Formaten aus Wirtschaft, Bildung und Medizin als Tagungsort die Räumlichkeiten von CongessEvents St.Gallen wählten. Neu ist das Olma-Gelände auch Austragungsort von eidgenössischen Prüfungen für Marketing- und Verkaufsfachleute.

Mit der Renovation der legendären Moststube, die seit 1943 essenzieller Teil der OLMA und mittlerweile auch der OFFA ist, wurde die Nutzung auch für CongressEvents und ihre Veranstalter erweitert und das Restaurant kann ausserhalb der beiden grossen Publikumsmessen über das ganze Jahr hinweg gebucht werden. Die Moststube erstrahlt in neuem Glanz und bietet mit einer kompletten Ausstattung Raum für Tagungen, Bankette, Konzerte, Feste und weitere unvergessliche Anlässe mit bis zu 230 Sitz- und 600 Stehplätzen.

Olma Messen St.Gallen finanziell gesund, erstmalige Finanzierungskosten für das Projekt Olma-Neuland

Der Umsatz betrug CHF 29,6 Mio., das Betriebsergebnis vor Abschreibungen lag bei CHF 7,3 Mio. Im Jahr 2019 wurden vier strategische Projekte gestartet, mit denen die Olma Messen in die Digitalisierung, das Eventagenturgeschäft sowie in neue Messe- und Veranstaltungsformate investieren.

Bild: Olma. Messen St.Gallen

Auch fielen laut der Medienmitteilung erste Finanzierungskosten für das Bauprojekt Olma-Neuland an. Der Cashflow ohne Berücksichtigung dieser Kosten erreichte CHF 7,6 Mio. (Vorjahr CHF 8,6 Mio.) und mit Berücksichtigung der strategischen Projekte CHF 7,1 Mio. Die Investitionen betrugen im Jahr 2019 CHF 13,9 Mio. (Vorjahr 5,3 Mio.) getätigt. Darin enthalten waren unter anderem Investitionen in das Projekt Olma-Neuland, aber auch in die Werterhaltung der bestehenden Hallen und des Freigeländes. Die Olma Messen St.Gallen waren per Ende 2019 nach wie vor schuldenfrei und konnten die bisherigen Investitionen vollumfänglich aus Eigenmitteln tätigen.

Personal

Per Ende 2019 beschäftigten die Olma Messen St.Gallen 81 fest angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, über ein Viertel davon in Teilzeit. Der durchschnittliche Personalbestand entsprach zusammen mit sieben Lernenden/Praktikanten rund 73 Vollzeitstellen. An den Messen und Veranstaltungen standen weitere rund 200 Beschäftigte mit meist kleineren Pensen im Einsatz. Diese Teilpensen entsprachen rund zwölf Vollzeitäquivalenten.

Projekt Olma-Neuland

Das Projekt Olma-Neuland befindet sich auf Kurs und erreichte im Geschäftsjahr 2019 verschiedene Meilensteine. So konnte der Projektwettbewerb abgeschlossen werden und das auf der Grundlage des Siegerprojekts von Ilg Santer Architekten, Pedrazzini Guidotti Ingenieure und META Landschaftsarchitektur erarbeitete Baugesuch eingereicht werden.

Als weitere wichtige Schritte wurden das Finanzierungs-Termsheet mit einem Bankenkonsortium und der komplexe Vertrag zwischen dem Bundesamt für Strassen ASTRA, der Stadt St.Gallen und den Olma Messen über den Bau der Autobahnüberdeckung vor dem Rosenbergtunnel unterzeichnet. Gegen Ende des Jahres wurde das Büroprovisorium erstellt und der Umzug des kompletten Messebüros vorbereitet.

Ausblick 2020: Führungswechsel und Coronavirus-Krise

Ende März gibt Direktor Nicolo Paganini nach neun Jahren die operative Leitung der Olma Messen St.Gallen auf eigenen Wunsch ab. Der Verwaltungsrat hat am 13. März 2020 Christine Bolt als neue Olma-Direktorin gewählt. In Absprache mit ihrer derzeitigen Arbeitgeberin tritt Christine Bolt die neue Aufgabe bei den Olma Messen bereits am 1. Juni 2020 an. In den Monaten April und Mai werden die Geschäfte durch Vizedirektor Adi Stuber geführt. Nicolo Paganini steht sowohl Vizedirektor Adi Stuber wie auch der neuen Direktorin für Spezialaufgaben, insbesondere im Zusammenhang mit der Bewältigung der Coronavirus-Krise, zur Verfügung.

Die Massnahmen zur Ausbreitung des Coronavirus treffen die Olma Messen St.Gallen – wie unzählige andere Unternehmen aus der Veranstaltungsbranche auch – mit voller Wucht. Es mussten zahlreiche Veranstaltungen abgesagt oder im besten Fall verschoben werden. Messen sind besonders stark betroffen. So konnte die Immo Messe Schweiz nicht durchgeführt werden und wurde auf Ende August 2020 verschoben. Besonders schmerzhaft ist die Absage der OFFA, die als grösste Frühlingsmesse der Ostschweiz eine wichtige Ertragsbringerin des Unternehmens und jeweils fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens der Region St.Gallen ist.

Die Unsicherheit und die Ungewissheit sind derzeit enorm. Die Olma Messen St.Gallen setzen alles daran, die Liquidität des Unternehmens zu erhalten und entsprechende Massnahmen zu ergreifen. Eine davon ist die Einführung von Kurzarbeit unterschiedlichen Grades, welche alle Abteilungen betrifft. Ziel ist es, alle Arbeitsplätze zu erhalten und bereit zu sein, sobald die gewohnte Arbeit im Messe- und Veranstaltungsgeschäft wieder aufgenommen werden kann.

Mehr zum Thema