Günstiges Geld für Gemeinden

Die Ostschweizer Kantone und Gemeinden können von den tiefen Zinsen profitieren. Einige erhalten bereits Negativzinsen für ihre neuen Schulden.

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Investitionen in neue öffentliche Infrastrukturen wären zurzeit günstig zu finanzieren. (Bild: Mareycke Frehner)

Investitionen in neue öffentliche Infrastrukturen wären zurzeit günstig zu finanzieren. (Bild: Mareycke Frehner)

Die Schweizerische Nationalbank hält an den Negativzinsen fest. Damit dürften die Zinsen weiterhin tief bleiben. Das nützt auch der öffentlichen Hand: Gemeinden und Kantone können alte Schulden zu guten Konditionen refinanzieren, und neue Kredite zu tiefen Zinsen aufnehmen.

Zinsausgaben sinken

So gaben die Thurgauer Gemeinden 2014 im Schnitt weniger als halb so viel für die Verzinsung ihrer Kredite aus wie noch 2007 – gesunken sind zwar auch die Schulden, aber in deutlich geringerem Ausmass. Auch in den Rechnungen der St. Galler Gemeinden sank der Anteil der Ausgaben für den Kapitaldienst.

An Schulden verdienen

Grössere Gemeinden wie die Stadt St. Gallen können bei kurzfristigen Krediten bereits von Negativzinsen profitieren. Doch auch kleinere Gemeinden zahlen auf neue Kredite oft weniger als ein Prozent. Das soll aber kein Anreiz sein, jetzt mehr Schulden zu machen, heisst es in den Gemeindehäusern.

Mehr zum Thema in der Ostschweiz am Sonntag vom 19. Juni.