Grosszügige Thurgauer

Der Thurgau vergibt in der Ostschweiz am grosszügigsten Stipendien, wie ein Vergleich der Ostschweizer Kantone zeigt. Grund dafür: Bei der Umsetzung des Stipendienkonkordats ist der Thurgau einen Schritt voraus.

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Seit 1990 nahm die Zahl der Auszubildenden stark zu – die ausgezahlten Stipendien sind eher gesunken. (Bild: Ralph Ribi)

Seit 1990 nahm die Zahl der Auszubildenden stark zu – die ausgezahlten Stipendien sind eher gesunken. (Bild: Ralph Ribi)

Noch haben die Kantone das alleinige Sagen darüber, mit wie viel Stipendien sie ihre Auszubildenden unterstützen. Die Stipendien-Initiative des Verbands der Schweizer Studierendenschaften will das Stipendienwesen der Schweiz in die Hände des Bundes legen und vereinheitlichen. Die Unterschiede zwischen den Kantonen seien zu gross. Wie unterschiedlich die Kantone die Stipendien berechnen, zeigt ein Vergleich der Ostschweizer Stipendienreglemente. Danach erscheint der Kanton Thurgau in der Ostschweiz am grosszügigsten. Hauptgrund dafür: Der Kanton hat bereits letztes Jahr das Stipendienkonkordat umgesetzt. Die Kantone St. Gallen und Ausserrhoden, die dem Konkordat beigetreten sind, werden folgen: Sie müssen die Obergrenzen für Stipendien anheben. Das hilft vor allem Studierenden mit weniger vermögenden Eltern.

Auf dieses Konkordat setzt der Bundesrat auch beim Abstimmungskampf gegen die Stipendien-Initiative, die im Juni vors Volk kommt. Der indirekte Gegenvorschlag macht die Zahlung von Bundesbeiträgen von der Einhaltung der Bestimmungen des Konkordats abhängig. (ken)

Mehr zum Thema in der Ostschweiz am Sonntag vom 19. April.