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Grosskontrolle beim Circus Beat Breu in Schaffhausen – Erste Vorstellung gefährdet

Die Eidgenössische Zollverwaltung, die Schaffhauser Polizei und das kantonale Arbeitsinspektorat kontrollierten am Donnerstag über mehrere Stunden den Circus Beat Breu in Herblingen bei Schaffhausen. Noch ist unklar, ob die für Freitagabend geplante Vorstellung stattfinden kann.
Daniel Jung/Schaffhauser Nachrichten
Der frischgebackene Zirkusdirektor Beat Breu, Schweizer Rad-Legende, an der Premiere seines Circus in Winterthur am 5. August. (Bild: Keystone)

Der frischgebackene Zirkusdirektor Beat Breu, Schweizer Rad-Legende, an der Premiere seines Circus in Winterthur am 5. August. (Bild: Keystone)

Das blauweisse Zirkuszelt steht bereits in Herblingen bei Schaffhausen an der Gennersbrunnerstrasse. Sieben Vorstellungen hatte der Circus Beat Breu in Schaffhausen geplant, die erste am Freiagabend um 19.30 Uhr. Doch nun ist unklar, ob überhaupt eine davon stattfinden kann.

Denn am Donnerstag fand in Herblingen eine Grosskontrolle statt. Daran beteiligt waren die Eidgenössische Zollverwaltung, die Schaffhauser Polizei und das Arbeitsinspektorat des Kantons Schaffhausen. Bei der Kontrolle ging es einerseits um die Einfuhr und Verzollung der Fahrzeuge des neuen Zirkus. Andererseits ging es um arbeitsrechtliche Fragen. Die Kontrolle dauerte bis in den späten Nachmittag. Über die Ergebnisse informierten weder die Zollverwaltung noch die Schaffhauser Polizei. Klar ist einzig: Die Ergebnisse der arbeitsrechtlichen Untersuchung förderten keine gravierenden Missstände zutage.

Vivian Biner, Leiter des Schaffhauser Arbeitsamts, sagte: «Die personalrechtlichen und ausländerrechtlichen Feststellungen waren marginal.» Diese Fragen würden nicht zu einem Auftrittsverbot für den Zirkus führen, so Biner. «Die Ergebnisse liegen in einem Bereich, wo von uns aus ein Auftritt möglich wäre.»

Zukunft des Zirkus auf der Kippe

Trotzdem war Beat Breu am Donnerstag nicht optimistisch, was die für Freitag geplante Première in Schaffhausen betrifft. «Ich weiss nicht, ob wir heute spielen können», sagte der Zirkusdirektor. Fast der ganze gestrige Tag sei für die Kontrolle aufgewendet worden. «Wir müssten aber eigentlich aufstellen», sagte Breu. Zeitlich werde es nun knapp. Daher sei unklar, ob der Zirkus rechtzeitig bereit sei.

Verzögerungen beim Aufbau hatte es Anfang der Woche gegeben, weil sich das Zirkusteam zunächst um Pferde, Ponys und Kamele kümmern musste, die derzeit noch in Vorarlberg sind und vorerst nicht in die Schweiz eingeführt werden dürfen. In Lustenau musste wegen eines Unwetters das Tierzelt neu aufgebaut werden. Breu war am Donnerstag frustriert: «Mit dem Gegenwind, der uns ins Gesicht bläst, sagen wir bald: Wir brechen die Übung wohl ab.» Dem Zirkus seien in den letzten Wochen enorm viele Hindernisse in den Weg gelegt worden. Neben der Einfuhr von Tieren war dem Zirkus etwa die Erlaubnis für den Einsatz von marokkanischen Artisten verweigert worden.

Auch von der Zollverwaltung ist jedoch kein Auftrittsverbot ergangen, wie Mediensprecher David Marquis erklärte. «Wenn etwas nicht verzollt ist, werden in der Regel die Abgaben nachträglich erhoben, allenfalls droht eine Busse», so Marquis. Ein Auftrittsverbot könne die Zollverwaltung aber gar nicht aussprechen.

Kontrolle auch im Lipo-Park

Ebenfalls kontrolliert wurden gestern die Aufbauarbeiten für das Andrea-Berg-Konzert vom Samstag im Lipo-Park, wie Marquis von der Zollverwaltung bestätigte. Gemäss Andreas Schadler vom Veranstalter Leutgeb Entertainment Group gab es hier aber keinerlei Beanstandungen. Das Schlagerkonzert könne wie geplant stattfinden.

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