Grosses Interesse für stressigen Job: 16 Bewerber möchten auf dem Äscher wirten

Das Pächterpaar Knechtle will nach dieser Saison nicht mehr auf dem Äscher arbeiten, es hat gekündigt. Jetzt ist bekannt: 16 Interessenten lassen sich nicht vom Stress am Berg abschrecken und haben ihre Bewerbung eingereicht.

Christa Kamm-Sager
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Wanderer, Touristen, Instagrammer: Sie alle wollen den Äscher besuchen, der Ansturm ist immens. (Bild: Keystone)

Wanderer, Touristen, Instagrammer: Sie alle wollen den Äscher besuchen, der Ansturm ist immens. (Bild: Keystone)

Nicole und Bernhard Knechtle-Fritsche werden nach dieser Saison nicht mehr im Äscher wirten. Auf dem Berggasthaus, das sich an spektakulärer Lage in eine Felsnische schmiegt, lässt sich wegen des enormen Besucheransturms in ihren Augen nicht mehr zufriedenstellend arbeiten. Das junge Pächterpaar wirft das Handtuch. Auf Ende Saison hat es die Kündigung eingereicht.

Jetzt gibt die Wildkirchlistiftung, die Eigentümerin des weltbekannten Berggasthauses bekannt, dass 16 Bewerbungen für die Pacht des Äschers eingegangen sind. Wer sich beworben hat, darüber gibt die Stiftung laut Regionaljournal keine Auskunft. Die Bewerbungen würden jetzt ausgewertet und dann Gespräche geführt. Die neuen Pächter werden den Äscher im Frühling 2019 übernehmen. Der Äscher ist voraussichtlich noch bis zum 4. November geöffnet.

Mit der Kündigung der Familie Knechtle geht eine 31 Jahre dauernde Ära zu Ende. So lange hat diese Familie auf dem Äscher gewirtet. Weil das berühmte Berggasthaus den Auflagen des Denkmalschutzes unterstellt ist und in der Archäologiezone liegt, sind bauliche Anpassungen anspruchsvoll. Noch in diesem Herbst soll jetzt allerdings eine Baueingabe eingereicht werden. Ziel ist es, die teils marode Bausubstanz des westlichen Gebäudeteils zu sanieren und damit gleichzeitig die Betriebsabläufe zu optimieren.