Grosser Rat debattiert über Zeitung

WEINFELDEN. Der Thurgauer Grosse Rat hat gestern die Interpellation «Unzufriedenheit mit der Thurgauer Zeitung» von Andrea Vonlanthen (SVP) und Patrick Hug (CVP) diskutiert.

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WEINFELDEN. Der Thurgauer Grosse Rat hat gestern die Interpellation «Unzufriedenheit mit der Thurgauer Zeitung» von Andrea Vonlanthen (SVP) und Patrick Hug (CVP) diskutiert. Nach der Integration in die Tagblatt Medien vor vier Jahren sei die Thurgauer Zeitung (TZ) für viele Leser zum Fragezeichen, für manche zum Ärgernis geworden. Die Interpellanten kritisieren etwa, dass der Regionalteil massiv reduziert worden sei. Der Preis hingegen sei um 16 Prozent gestiegen. Die Interpellation richte sich nicht gegen die TZ-Redaktion und deren gute Arbeit, sondern gegen die NZZ-Verlagsleitung in Zürich, die die redaktionelle Zusammenarbeit zwischen St. Gallen und Luzern intensivieren wolle.

Zwar gebe es im Thurgau eine gewisse Unzufriedenheit mit der TZ, sagten verschiedene Rednerinnen und Redner. Rezepte gegen den Strukturwandel hatte jedoch niemand. Die TZ sei kein Einzelfall.

Der Thurgauer Regierungsrat habe sich mit der Geschäftsleitung der NZZ getroffen und zwei klare Forderungen gestellt, sagte Regierungsrat Jakob Stark: «Es darf keinen weiteren Abbau geben und keinen Einheitsbrei im geplanten gemeinsamen Mantel.» Jürg Weber, der für die NZZ-Regionalzeitungen zuständig ist, habe zugesichert, dass es bei der TZ vorläufig keinen weiteren Abbau gebe. (sda)