Grosse Mengen Bohrschlamm in die Abwasserreinigungsanlage geflossen: Massive Gewässerverschmutzung in der Region um Uznach

Zwischen Montag, 4. Mai und Mittwoch 13. Mai, ist Bohrschlamm oder ähnliches Material unkontrolliert in die ARA Obersee in Schmerikon geflossen. Der Schaden an der Anlage sowie die dadurch anfallenden Arbeiten und die fachgerechte Entsorgungen sind hoch. Die Kantonspolizei St.Gallen sucht Zeugen.

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An den Pumpen könnten Langzeitschäden entstehen.

An den Pumpen könnten Langzeitschäden entstehen.

PD/ Kantonspolizei St.Gallen

(pd/lim) In der Abwasserreinigungsanlage Obersee wurde festgestellt, dass sich seit Montag, 4. Mai, extrem viel Bohrschlamm im Abwasser befindet. Der Schlamm musste mit Kanalspülwagen abgepumpt werden. Das getrocknete Material weist laut Medienmitteilung der Kantonspolizei St.Gallen mittlerweile ein Gewicht von mehreren Tonnen auf. Auch dieses müsse fachgerecht entsorgt werden.

Wie das Wasser in die ARA gelangen konnte, ist noch unklar.

Wie das Wasser in die ARA gelangen konnte, ist noch unklar.

PD/ Kantonspolizei St.Gallen

Zudem bestehe die Gefahr, dass an der Anlage und den Pumpen Langzeitschäden entstehen. Verschiedene Fachdienste versuchten in Dutzenden von Stunden, die Ursache zu eruieren – bisher erfolglos.

Mitarbeiter des Amts für Wasser und Energie gehen davon aus, dass sich im Einzugsgebiet des östlichen Teils der ARA Obersee eine Baustelle befinden muss, von der nach Erdbohrungen der Bohrschlamm dem Abwasser zugefügt wurde.

Die Kantonspolizei sucht Zeugen. Personen, die in den Gemeinden Schmerikon, Uznach, Gommiswald oder Kaltbrunn von Erdbohrungen Kenntnis haben, werden gebeten, sich mit der Polizeistation Uznach, Telefonnummer 058 229 77 11, in Verbindung zu setzen.