Grippewelle hält weiterhin an

Drucken
Teilen

Viren Die Grippe zwingt nach wie vor viele Schweizerinnen und Schweizer ins Bett. Auch die ­Ostschweiz bleibt davon nicht verschont: «Wir stecken mitten in der Grippewelle», sagt die St. Galler Kantonsärztin Danuta Reinholz. Die Anzahl an Erkrankungen unterscheide sich kaum von denen vergangener Jahre. Die Grippewelle könne durchaus noch bis zu vier Wochen andauern. Laut dem Bundesamt für ­Gesundheit (BAG) war der Höhepunkt der Welle Mitte Januar. Abgeflacht ist die Anzahl der Fälle nur leicht. Abhilfe könnte die Grippeimpfung schaffen: «Dieses Jahr deckt der Impfstoff die zirkulierenden Viren sehr gut ab», sagt Reinholz. Der verbreitete Glaube, dass die Grippeimpfung nicht viel bringe, widerlegt sie: «Wer sich gegen die Grippe geimpft hat, erkrankt dieses Jahr nicht.» Letztes Jahr sei das nicht der Fall gewesen: Die Viren hätten sich in der Zeit zwischen der Entwicklung des Impfstoffs und dem Impfen zu stark verändert.

Senioren sind am wenigsten betroffen

Laut dem BAG sind die meisten Erkrankten momentan Säuglinge und Kleinkinder. Für diese Altersgruppe empfiehlt die St. Galler Kantonsärztin die Impfung jedoch nicht: «In diesem Alter haben die Kinder das kleinste Komplikationsrisiko.» Besonders für Senioren, chronisch Kranke und Raucher sei die Impfung empfehlenswert. Die wenigsten Erkrankungen seien bei den Senioren zu beobachten. Die tiefe Zahl hänge mit der Impfung zusammen: Senioren werden schon im Herbst wegen des hohen Komplikationsrisikos vom Hausarzt auf die Impfung aufmerksam gemacht. Auch unsere deutschen Nachbarn liegen flach: Laut dem «Südkurier» hat die Grippewelle die Stadt Konstanz stärker als im Vorjahr getroffen. (liw)