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«Semper Fidelis» (immer treu) - das Motto der Grenadiere ist Programm. (Bild: Hanspeter Schiess)

«Semper Fidelis» (immer treu) - das Motto der Grenadiere ist Programm. (Bild: Hanspeter Schiess)

Video

Grenadiere üben den Ernstfall in der Ostschweiz

Es droht Gefahr von Terroristen und die Mittel der Polizei sind ausgeschöpft. Rund 700 Angehörige des Grenadierbataillons 20 proben für den Ernstfall.
Text: Natascha Arsic, Video: Raphael Rohner

Ein ungewohntes Bild: Während Kühe friedlich grasen, läuft ein düster gekleideter Mann mit einem Sturmgewehr im Anschlag am Kuhzaun oberhalb von Waldstatt entlang. Er gehört zu einer paramilitärischen Einheit, die Angst und Schrecken verbreiten will. Unterdessen schleichen sich unbemerkt zahlreiche Grenadiere der Schweizer Armee an.

Plötzlich fallen Schüsse. Vom Waldrand stösst der erste Trupp der Grenadiere unter Sperrfeuer leichter Maschinengewehre aus dem Wald. Die ersten «Terroristen» suchen das weite und versuchen zu fliehen – sinnlos. Die Getroffenen fallen zu Boden und simulieren Verletzungen. Auch ein Soldat schreit vor Schmerz und stürzt zu Boden, er wurde getroffen. Seine Kameraden müssen weiter vordringen – sie werden später zurückkommen, um ihm zu helfen.

700 Grenadiere trainieren während drei Wochen

Was sich nach einer Szene aus einem Actionfilm anhört, ist in Wahrheit eine Übung des Grenadierbataillons 20. Jährlich trainiert es während mehreren Wochen verschiedene Szenarien für den Ernstfall. Zu seinen Aufgaben gehört unter anderem die subsidiäre Unterstützung ziviler Behörden. Diesmal trainieren die rund 700 Angehörigen des Bataillons für drei Wochen in der Ostschweiz. «Valida 18» nennt sich diese Übung. Die Soldaten müssen für den Lageplan alle Informationen selbst beschaffen, mithilfe von Aufklärungselementen, Sensoren oder Polizeiinformationen. Auch ihre Aktionen planen sie alleine. Die Leitung greift nur ein, wenn die Sicherheit oder der Übungszweck gefährdet ist.

Der Feind ist nur gespielt: Bei der Übung spielen Figuranten eine Paramilitärische Einheit. (Bild: Hanspeter Schiess)
(Bild: Hanspeter Schiess)
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30 Bilder

Grenadiere üben den Ernstfall in der Ostschweiz

Rund 30 Minuten später sind alle Terroristen in Gewahrsam. Mit Kabelbindern wurden den Überlebenden die Hände zusammengebunden. Die verletzten Gegner und Soldaten werden aufs Gelände getragen und erstversorgt. Nun treffen die Sanitätswagen ein. Im Sanitätszelt vor der Kaserne werden Schwerverletzte zuerst behandelt. Einem Terroristen wurde eine Kapuze übergezogen. Er ist nur leicht verletzt und wird deshalb erst später versorgt. So ist er jedoch orientierungslos und kann nicht flüchten. Erneuter Angriff: diesmal auf die Kaserne – die Soldaten sind den Gegnern aber wieder überlegen. Im Ernstfall würden die Terroristen der Polizei zur Strafuntersuchung übergeben werden.

«Grenadiere sind sehr pflegeleicht»

Nachdem die Lage stabilisiert werden konnte, treffen sich die Grenadiere in einer Halle zum sogenannten Debriefing. Dabei bespricht der Kommandant mit der Truppe, was beim Einsatz gut oder weniger gut gelaufen ist. Die Übung «Valida 18» wurde eigens vom Kommando Spezialkräfte (KSK) entworfen. Das Szenario ist abgeleitet aus einem Bericht des Sicherheitsverbundes Schweiz (SVS). Die Grenadiere sind während dieser Wochen allzeit im Einsatz. Während zirka ein Drittel an solchen Übungen teilnimmt, trainieren die anderen oder ruhen sich aus. «Grenadiere sind sehr pflegeleicht. Ein Mal in zehn Tagen warm duschen reicht ihnen», sagt Oberst im Generalstab Jörg Köhler. Sowieso müssten sie physisch und psychisch sehr belastbar sein – sowohl für Übungen als auch im Ernstfall.

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