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St.Galler Gesundheitschefin: Das Spital Grabs ist nicht in Gefahr

Das Spital Grabs liegt nur wenige Kilometer von Vaduz entfernt und wird derzeit erneuert. Dass nun auch die Liechtensteiner Regierung einen Neubau für ihr Landesspital plant, ist für die St. Galler Gesundheitschefin Heidi Hanselmann kein Grund zur Beunruhigung.
Adrian Vögele
Nicht wenige Liechtensteiner und Liechtensteinerinnen rühmen sich, im Spital Grabs geboren zu sein. (Bild: Mareycke Frehner)

Nicht wenige Liechtensteiner und Liechtensteinerinnen rühmen sich, im Spital Grabs geboren zu sein. (Bild: Mareycke Frehner)

Die Liechtensteiner Regierung will einen Neubau für das Landesspital in Vaduz. Das nahegelegene Spital Grabs sei durch diese Pläne nicht bedroht, sagt die St.Galler Gesundheitschefin Heidi Hanselmann: Die Ausgangslage bleibe dieselbe. «Ein Liechtensteiner Spitalneubau wird sich kaum auf die Patientenzahlen in Grabs auswirken» – ausser der Leistungsauftrag ändere sich massgeblich, was aber nicht vorgesehen sei. Das Spital Grabs sei auch bei den Liechtensteinern beliebt, das zeige die steigende Zahl von Patienten aus dem Fürstentum.

Wie reagiert die Leitung der Spitalregion Rheintal Werdenberg Sarganserland auf die Ankündigung aus Vaduz? Die Nachricht komme nicht überraschend, meint der stellvertretende Geschäftsführer Jürg Zwahlen. Es sei denkbar, dass mit einem Spitalneubau im Fürstentum der Wettbewerb zwischen Grabs und Vaduz um Patienten und medizinisches Personal zunehmen werde. «Wir wollen uns als Unternehmen aber nicht in die politische Diskussion um die Spitäler einmischen.» Für die Spitalregion gelte es, sich auf die Rahmenbedingungen einzustellen und das Beste daraus zu machen.

Anlauf für gemeinsames Spital scheiterte

Heute können sich Liechtensteiner auch in Grabs, Walenstadt oder im Kantonsspital St. Gallen stationär behandeln lassen, ohne Hürden bei der Krankenversicherung. Dasselbe gilt umgekehrt für St. Galler im Landesspital in Vaduz. Weitergehende Spital-Kooperationen zwischen St. Gallen und Liechtenstein sind bisher nicht zustande gekommen. Die Idee eines gemeinsamen Spitalneubaus scheiterte schon vor Jahren. St. Gallen wollte das Spital in die Spitalregion Rheintal Werdenberg Sarganserland (RWS) integrieren, Vaduz forderte eine separate Trägerschaft. 2014 entschied sich Vaduz für eine Kooperation mit dem Kantonsspital Graubünden und gegen eine Partnerschaft mit St. Galler Spitälern. Der Kanton St. Gallen hat auch angeboten, dass das Landesspital Teil der Spitalregion RWS werden könnte, samt Liechtensteiner Vertretung im Verwaltungsrat der Spitalverbunde. Die Regierung des Fürstentums lehnte das bislang ab. Der Kanton bleibt aber weiterhin offen für eine enge Kooperation. Demnächst finden dazu wieder Gespräche statt. Eine Partnerschaft könne man jedoch nicht verordnen, sagt Hanselmann – beide Seiten müssten sie wollen.

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