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Kolumne

«Gott schenkt die Regierung, die das Volk verdient»: Eine bibelfeste Konservative aus dem Toggenburg nimmt Anlauf für Bern

Die St.Galler EDU-Präsidentin Lisa Leisi kandidiert zum vierten Mal für den Nationalrat. Die Chancen, dass sie gewählt wird, sind verschwindend gering. Dass Leute wie sie nicht im Parlament sind, ist für Leisi aber aus theologischer Sicht erklärbar.
Andri Rostetter
«Es gilt zu unterscheiden zwischen dem Sünder und der Sünde»: Lisa Leisi, Nationalratskandidatin. (Bild: pd)

«Es gilt zu unterscheiden zwischen dem Sünder und der Sünde»: Lisa Leisi, Nationalratskandidatin. (Bild: pd)

Sie glaubt an den Teufel. Sie sieht in der Politik das Böse am Werk. «Gott schenkt die Regierung, die das Volk verdient. Wir müssen uns nicht über gottlose Gesetze wundern, wenn wir die Gesetze den Gottlosen überlassen.» Typische Sätze für Lisa Leisi, EDU-Politikerin aus Dietfurt. Gesagt hat sie das in einem Gespräch mit dem Onlinemagazin «Republik».

Leisi, Jahrgang 1964 und vierfache Mutter, zählt zum harten Kern der evangelikalen Konservativen. Sie leitet einen Hauskreis in der Frei­kirche Chrischona, nimmt ­regelmässig an Demos gegen Abtreibungen teil, wettert auf christlichen Internetportalen gegen «Gender-Ideologie». In der LGBT-Bewegung sieht sie ein «verhängnisvolles, nie da­gewesenes Menschenexperiment». Sie kämpft an vorderster Front gegen das vom Parlament gutgeheissene Gesetz, das öffentliche Hassreden gegen Homosexuelle verbieten will.

Dass jemand wegen seiner sexuellen Orientierung bestraft wird, geht allerdings selbst Leisi zu weit. Ihre Begründung: «Es gilt zu unterscheiden zwischen dem Sünder und der Sünde.» Dass sie mit ihren Ansichten auf verlorenem Posten kämpft, weiss Leisi. Trotzdem bemüht sie sich seit Jahren um ein politisches Mandat. Sie kandidierte für den Kantonsrat, für den ­Gemeinderat von Bütschwil, dieses Jahr tritt sie zum vierten Mal zu den Nationalratswahlen an. Dass sie gewählt wird, ist so gut wie ausgeschlossen. Gott schenkt dem Volk jene Parlamentarier, die es verdient.

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