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«Die Situation ist schwierig»: Der Walter Zoo hofft im Lockdown auf Härtefallgelder

Wegen der Corona-Massnahmen werden die Tiere im Walter Zoo hinter verschlossenen Türen versorgt, gepflegt und beschäftigt. Die Schliessung der Zoos in der Schweiz wurde bis Ende Februar verlängert. Für den Walter Zoo sind die Massnahmen nicht komplett nachvollziehbar: Ansteckungsrisiken seien in einem Zoo nicht höher als in einem Skigebiet.

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Die Kamele im Walter Zoo machten sich am 23. Dezember an ihr Weihnachtsgeschenk.

Die Kamele im Walter Zoo machten sich am 23. Dezember an ihr Weihnachtsgeschenk.

Bild: Arthur Gamsa

(pd/red) Am 13. Januar wurden vom Bundesrat die bereits getroffenen Covid-19-Massnahmen verlängert und weitere beschlossen. «Der Gossauer Zoo darf somit bis Ende Februar keine Besucherinnen und Besucher empfangen, obwohl ein grosser Teil der rund 5,5 Hektaren Fläche unter freiem Himmel ist und der Zoo über ein bewährtes Schutzkonzept verfügt und die Ansteckungsrisiken nicht höher als in einem Skigebiet sein dürften», schreibt der Walter Zoo in einer Mitteilung.

«Der Walter Zoo erhofft sich deshalb, dass Zoos bei einer allfälligen Lockerung der Massnahmen nicht wieder an letzter Stelle stehen werden.»

Zoologische Gärten hätten im letzten Jahr erst rund zwei Monate nach Tattoostudios und Massagesalons und einen Monat nach Museen und Bibliotheken wiedereröffnen dürfen. «Das ist ein Entscheid, der nicht wirklich nachvollziehbar war», heisst es in der Medienmitteilung weiter.

Dank Spenden sind gewisse Reserven vorhanden

Die Verantwortlichen im Walter Zoo hoffen auf die Härtefallgelder, die der Bundesrat versprochen hat, um einen Teil der Kosten decken zu können. Dank den erfreulichen Besucherzahlen nach der letzten Wiedereröffnung, den Tierpatenschaften und Spenden verfüge der Zoo über gewisse Reserven, um die nächsten Wochen zu überstehen. Dankbar sei man auch über die Kurzarbeitsentschädigung, da die Personalkosten so etwas tiefer ausfallen würden.

«Durch die Pflege der Tiere können diese Kosten aber nur zu einem Teil reduziert werden. Weitere Unterstützung hat der Walter Zoo vom Staat bis jetzt nicht erhalten.»

Trotz schwieriger Situation optimistisch in die Zukunft schauen

«Die Situation ist schwierig und trotzdem hält der Zoo daran fest, die Weiterentwicklung des Walter Zoos voranzutreiben.» Die Resonanz aus der Bevölkerung ermutige die Mitarbeitenden dazu, die eingeschlagene Strategie weiterzuführen und auf die Wiedereröffnung hinzuarbeiten, so der Wortlaut der Mitteilung.

Auf den Social-Media-Kanälen Facebook und Instagram bringt der Walter Zoo laufend Hintergrundinformationen aber auch witzige Berichte während des Lockdowns nach Hause.