«Goldener Ochsen», St. Gallen: Momos im Verbindungslokal

«Weihnachtsg'schichten» stehen am 11. Dezember auf dem Programm. Im Frühling werden Tibeterinnen und Tibeter hier ihr Neujahrsfest feiern. Im «Goldenen Ochsen», Haus der Studentenverbindung A.V.

Drucken
Teilen

«Weihnachtsg'schichten» stehen am 11. Dezember auf dem Programm. Im Frühling werden Tibeterinnen und Tibeter hier ihr Neujahrsfest feiern. Im «Goldenen Ochsen», Haus der Studentenverbindung A.V.Emporia Alemannia San Gallensis, werden seit knapp zwei Jahren asiatische, speziell tibetische Spezialitäten serviert. In der Wirtsstube hängen neben Bildern von fröhlicher Studentenzecherei nun auch tibetische Gemälde.

Die Mischung zwischen schweizerisch und asiatisch, zwischen lokaler Gemütlichkeit und fernen Welten schlägt sich auch in der (für ein asiatisches Restaurant relativ kleinen) Speisekarte nieder. Namgay Tsombetsang erklärt gern, was ihr Mann Ngawang in der Küche zubereitet. Die Spezialität des tibetischen Kochs sind denn auch Momos. Die Ravioli- ähnlichen Teigtaschen gibt es gebraten oder gedämpft, gefüllt mit Fleisch und/oder Gemüse. Eine Köstlichkeit als Vorspeise (6.

– bis 8.–) oder als Hauptspeise, serviert mit Salat oder gebratenem Gemüse (18.–/20.–). Wir bestellen gebratene Momos mit Rindfleisch (in Tibet sind sie mit Yak-Fleisch gefüllt) und ergänzen mit zwei Frühlingsrollen mit Gemüsefüllung (5.50).

Gute-Nacht-Suppe

Auch die Suppen widerspiegeln die traditionell einfache Lebensart auf dem Hochplateau: eine Reissuppe mit Peperoni, eine Suppe mit Blauschimmelkäse oder eine Gute-Nacht-Suppe (5.

–/6.–). Das Angebot an Fisch und Meeresfrüchten ist erstaunlich, zum Beispiel Black Tiger Crevetten mit Red Thai Curry (26.–) oder Pangasiusfilets mit Knoblauch und Ingwer (24.–). Zu einem asiatischen Menu gehören eben auch Köstlichkeiten aus dem Meer – selbst wenn dieses weit entfernt liegt.

Die Fleisch-, Nudel- und Reisgerichte sowie das vegetarische Angebot kommen aus ganz Ostasien: gebratenes geschnetzeltes Rindfleisch mit Zwiebeln und Lauch an Hoisin-Sauce (25.–), Pouletbruststreifen mit Zwiebeln und Gurken an Kokos-Erdnuss-Sauce (22.–), japanische Eiernudeln und Gemüse (6.–). Unsere Wahl fällt auf gebratenes Rindfleisch an japanischer Teriyaki-Sauce (27.–), das auf einer heissen Platte serviert wird, und teilen zudem die gebratene Pouletbrust mit Gemüse nach tibetischer Art (22.–).

Tsering und Bö Tscha

Die viergängigen Menus (30.– bis 39.–) erlauben es, verschiedene Gerichte zu kosten. Täglich gibt es drei Mittagsmenus, am Freitag ein Mittagsbuffet. Als Desserts finden sich neben gebackenen Bananen oder Apfelstücken mit Honig (4.50) auch Milchreis mit Fruchtwürfeln (5.–), warme Reiskugeln auf Joghurt oder «Tsering»: Haferflocken, Haselnüsse, Honig, Zucker und Rum, serviert mit Joghurt (7.–).

Was wäre ein asiatisches Restaurant ohne Tee? Ein Jasmin- oder Grüntee erfrischt und belebt. Der tibetische Salzbuttertee ist hingegen für europäische Kehlen schwer zu geniessen. Der speziell aufbereitete «Bö Tscha» wird mit Salz und Yakbutter gewürzt, so dass er eher einer Bouillon gleicht.

Unser Eindruck: Der «Goldene Ochsen» bietet eine spezielle asiatische Küche mit tibetischen Spezialitäten zu moderaten Preisen. Der Koch passt die Gerichte dem Geschmack seiner Schweizer Gäste an. Der Service ist äusserst zuvorkommend.

Eleonore Baumberger

Goldener Ochsen, St. Gallen Unterstr. 57, Ngawang und Namgay Tsombetsang, 071 222 75 01 www.goldenerochsen.ch Öffnungszeiten: Mo 9–14, Di–Fr 9–14 und 17–23, Sa 18–23 Uhr Karte: Menus 30.– bis 39.–

Aktuelle Nachrichten