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Goalie zieht Urteil des Kreisgerichts weiter

Justiz Ein Urteil des Kreisgerichts Wil gegen einen 4.-Liga-Torhüter nach einem folgenschweren Foul könnte zu einer Welle von Klagen im Amateurfussball führen. Das befürchtet der Verteidiger des Spielers, ein bekannter Sportjurist. Der Fall wird die St. Galler Gerichte weiter beschäftigen. Der Verurteilte zieht den Entscheid ans Kantonsgericht weiter, wie Verteidiger Lucien Valloni auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte. Valloni ist auch Präsident der Spielergewerkschaft Swiss Association of Football Players.

Das Kreisgericht hatte den Torhüter im Oktober der fahrlässigen Körperverletzung schuldig gesprochen und zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt. Gemäss dem angefochtenen Urteil soll der Spieler gut 6000 Franken Schadenersatz zahlen. Der Einzelrichter warf dem Torhüter eine krasse Spielregelverletzung vor. Indem er den heranstürmenden Gegner mit gestrecktem Bein mit den Stollen auf Kniehöhe getroffen habe, habe er seine Sorgfaltspflicht als Spieler verletzt. Mit dem Urteil gelte es eine Grenze zu setzen zwischen erlaubter Härte und dem Unerlaubten, begründete der Richter. «Das nützt, wie ich hoffe, dem Fussball.» Immerhin unterstellte der Richter dem Torhüter keine Absicht, den Gegenspieler zu verletzen.

«Engagierte Jugendliche werden so kriminalisiert»

Ganz anders sieht der Verteidiger den Fall. Er will für den Torhüter einen Freispruch erwirken. Gemäss seiner Schilderung vor Gericht handelte es sich um einen unglücklichen Zusammenstoss. Der Torhüter habe nur gemacht, was seine Aufgabe sei, nämlich Tore verhindern. Es könne ihm keine Fahrlässigkeit vorgeworfen werden. Solche Fouls und Verletzungen gehörten zum Grundrisiko des Fussballs, das die Spieler bewusst in Kauf nähmen. Es sei nicht wünschenswert, dass solche Konflikte über die Gerichte ausgetragen würden. Junge Menschen, die sich im Sport engagierten, würden so «kriminalisiert», sagte Valloni.

Zum folgenschweren Foul war es im Mai 2016 beim Spiel FC Henau gegen den FC Wil 1900 gekommen. Nach einem Konter prallten der Wiler Goalie und ein Stürmer des FC Henau im Strafraum heftig zusammen. Der Stürmer musste mit Knieverletzungen vom Platz getragen und ins Spital eingeliefert werden. (sda)

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