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Glücksfund im Wallis: Dieser Wittenbacher hat einen 1,3 Kilogramm schweren Steinpilz gefunden

Ein normaler Steinpilz wird 200 bis 600 Gramm schwer, kann auch mal bis zu einem Kilogramm wiegen. Der Wittenbacher Adrian Schenkel hat im Wallis ein Exemplar gefunden, das 1,3 Kilogramm auf die Waage brachte. Ein Zufallsfund.
Christa Kamm-Sager
Der Wittenbacher Adrian Schenkel hat diesen enormen Steinpilz im Wallis gefunden. (Bild: zVg)

Der Wittenbacher Adrian Schenkel hat diesen enormen Steinpilz im Wallis gefunden. (Bild: zVg)

Eigentlich waren Adrian Schenkel und seine Freundin nur auf einer Wanderung im Wallis und nicht speziell am Pilzeln. Doch wenn man an so einem Riesenexemplar vorbeigeht, können sich Pläne schnell ändern: «Der Steinpilz war etwa 20 Zentimeter hoch und hatte einen Durchmesser von rund 30 Zentimetern. Wirklich ein selten grosses Exemplar», sagt der Wittenbacher. Auf der Waage dann die Gewissheit: Mit 1,3 Kilogramm gehört dieser Steinpilz zu den Ausnahmen. Normal ist ein Gewicht von 200 bis 600 Gramm. «Wenn es gerade frisch regnet, kann ein Steinpilz auch mal ein Kilogramm schwer werden», so Fridolin Scherrer, Pilzkontrolleur im Botanischen Garten St.Gallen.

In Tannenwald auf moosigem Boden

Der Vater seiner Freundin kenne sich gut aus mit Pilzen und habe sofort den Steinpilz in diesem Prachtsexemplar erkannt. Er stand etwas verdeckt, darum habe ihn vermutlich noch niemand vorher gefunden. Wo genau Adrian Schenkel das Prachtsexemplar gesichtet hat, möchte er nicht verraten. Nur so viel: Er stand in einem Tannenwald auf moosigem, feuchtem Boden. Sie hätten den Pilz getrocknet. Es seien nicht mehr alle Teile verwertbar gewesen, «ein Teil war verwurmt». Aber die Freude über den Zufallsfund und das seltene Naturerlebnis überwiegt.

Adrian Schenkel begleitet auch rund um St.Gallen ab und zu Bekannte beim Pilze sammeln. «Ich bin allerdings heikel und möchte Pilze, die ich esse, immer von einer Fachperson kontrolliert haben.» Das sei auch richtig, sagt Pilzkontrolleur Scherrer. Es gebe immer wieder Verwechslungen mit ungeniessbaren Exemplaren. Seit etwa zehn Tagen sei die Pilzsaison gestartet. Das Pilzeln erfreue sich zunehmender Beliebtheit. «Früher gingen eher ältere Menschen in den Wald zum Pilze sammeln, heute hätten auch viele junge Leute Freude an diesem Hobby.»

Zwei Kilogramm pro Person und Tag

Im Raum St.Gallen gebe es viele Pilze an allen möglichen Orten. Sie lieben warmes und feuchtes Wetter. Letztes Jahr sei ein aussergewöhnlich gutes Pilzjahr gewesen. Wie es dieses Jahr aussieht, wird sich erst weisen. Wenn jemand frisch anfange, Pilze zu sammeln, sollte man sich am Anfang auf zwei, drei Sorten beschränken. Pilze dürfen nie in Plastiksäcken aufbewahrt werden und sollten stets kontrolliert werden. Wichtig sei zudem, den Pilz nicht abzuschneiden, sondern sorgfältig rauszudrehen und das Loch dann wieder etwas zuzuschütten.

Der wichtigste Teil der Pilze sei nicht etwa der sichtbare Fruchtkörper, sondern das unterirdische Wurzelgeflecht oder Myzel. Werde ein einzelner Pilz gepflückt, sei das nicht schade; die Pilze könnten sich trotzdem noch weiter vermehren. Und doch sei es eine sinnvolle Regel, dass nicht mehr als zwei Kilogramm Pilze pro Person und Tag gesammelt werden dürfen, so Scherrer.

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