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GLOSSE: Geht's noch, St.Galler SVP?

Die St.Galler SVP bekämpft die Bauvorlage fürs Theater St.Gallen. Und sie stellt berechtigte Fragen, allerdings mit höchst fragwürdigem Dialekt, wie unser Redaktor Marcel Elsener feststellen muss.
"Fass ohne Boden" - die St.Galler SVP bekämpft die Bauvorlage fürs Theater St.Gallen. (Bild: Screenshots)

"Fass ohne Boden" - die St.Galler SVP bekämpft die Bauvorlage fürs Theater St.Gallen. (Bild: Screenshots)

Es ist nur ein kleines a. Statt eines o. Oder allenfalls Doppel-o. Aber es irritiert sehr und lässt auf ein grösseres Problem schliessen. Erst recht für die Schweizerische Volkspartei, die sich doch für unsere Scholle zuständig fühlt. "Gaht’s no?", fragt die St.Galler SVP im Nein-Aufruf zur kantonalen Theater-Bauvorlage: "Bei einem Bau von 49 Millionen Franken fast 10 Millionen Franken für Honorare? Gaht’s no?" Eine berechtigte Frage punkto Entlöhnung der "Architekten, Bauingenieure, Bühnenplaner, Brandschutzplaner, Akustiker, Gastroplaner und Schadstoffexperten", die das Baudepartement beantworten muss.

Uns beschäftigt aber vielmehr das "Gaht’s no?". Mit dem a, das wir nicht verstehen. Wie die 500000 St.Galler – und sogar die deutschen Schauspieler auf der St.Galler Bühne (wie Albold, Losehand, Schäfer u. a.) – alle wissen, sagt in unserem Kanton kein Mensch "gaht’s", mit Ausnahme von vielleicht 3500 Verlorenen am Zürichsee. Wir sagen goht’s oder gooth’s. Und fragen drum, in der früher gängigen Variante und ohne th: Gootsenartno? Dieses a bringt uns also arg ins Stirnrunzeln. Und auf allerhand dumme Gedanken, wer das wo geschrieben hat. Mit welcher Zunge spricht unsere SVP? Wo genau liegt ihre Zentrale? Ist sie fremdgesteuert oder nur gehackt worden?

Quälende Fragen, und das im Abstimmungskampf. Und erst eine Antwort: Tonis friedliche Esther im Sekretariat kann’s nicht gewesen sein, bei ihr hiesse es nämlich bernerisch "Geit’s no?". Das schwere Dialektproblem muss die Partei sofort lösen, sonst droht eine böse Niederlage, wenn nicht akuter Heimatverlust. Unser Vorschlag: Am besten geht die SVP einmal ins Theater, idealerweise in ein Dialektstück. Garament. Das schreibt man wirklich mit a. Überall, auch in Songolle. (mel)

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