GLOSSE
Ein Dienstag ganz ohne Kater

ResTZucker: Was hat ein rosaroter Hase in der Frauenfelder Altstadt verloren?

David Angst
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David Angst.

David Angst.

Bild: Ralph Ribi

Die Ereignisse überschlugen sich ja geradezu wieder einmal diese Woche. Einem hochrangigen Politiker wurde am Arboner Bahnhof das Velo geklaut. In Romanshorn bröckeln die Fassaden schon, bevor die Häuser fertig gebaut sind. Ein bedauernswerter Schulpräsident in Balterswil versucht, ein altes Haus aus dem Inventar der schützenswerten Ortsbilder zu entfernen. Viel Glück.

Und in Frauenfeld wurde am Montagabend ein pinker Hase gesichtet, der sich in der Innenstadt verlaufen hatte. Offensichtlich ein Mutant. Niemand weiss, wo er entlaufen ist. Möglicherweise aus dem Impfzelt auf dem Oberen Mätteli. Impfgegner streuen nun die abenteuerliche These, der Hase sei Proband bei einem Impftest gewesen und habe erst danach dieses rosarote Fell bekommen.

Ein paar 80-jährige Frauenfelder Konstabler vermissten am Dienstagmorgen übrigens keinen rosaroten Hasen, sondern ihren Kater. Schliesslich war es für sie das erste Mal seit über 60 Jahren, dass sie an diesem Dienstag ohne Kopfweh erwachten. Der Tag wäre also perfekt gewesen für einen Gang ins Impfzentrum. Man müsste meinen, als ehrwürdiger Konstabler könnte man in der Warteliste ein paar hundert Plätze überspringen. Aber nichts da. Die Thurgauer werden alle gleich behandelt, ob Konstabler oder nicht. Ausnahmen macht man nur bei den Touristen.