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GLOSSAR: Raser, Schürfwunden, Festnahmen

Was bedeutet «unbestimmt verletzt»? Ab welcher Geschwindigkeit spricht man von einem «Raserdelikt», und wie geht die Polizei mit der Nationalität von Tätern um? Das Einmaleins der Polizeimeldungen.
Patrick Baumann
Ein Polizist überprüft bei einer Kontrolle die Fahrzeugpapiere und den Ausweis. (Bild: Christian Beutler/KEY)

Ein Polizist überprüft bei einer Kontrolle die Fahrzeugpapiere und den Ausweis. (Bild: Christian Beutler/KEY)

Patrick Baumann

patrick.baumann@tagblatt.ch

Im Rankkreisel in Appenzell liegt ein Auto auf dem Dach. Ein 75-jähriger Lenker in seinem Auto hatte es von der Strasse geschoben. So war es auf den Kreisel geraten, wo es sich überschlug. Unfallursache war wohl ein Schwächeanfall des 75-Jährigen. Zwei Personen wurden mit leichten Verletzungen ins Spital gefahren. Eine Person wurde mit unbestimmten Verletzungen in ein Zentrumsspital geflogen. Der Unfall ereignete sich vor einem Monat. Über Unfälle wie diesen informiert die Polizei regelmässig, eine typische Meldung. Doch was bedeutet eigentlich «leicht verletzt» und was sind «unbestimmte Verletzungen»? Eine Erklärung gängiger Polizeibegriffe.

Was bedeuten die unterschiedlichen Schweregrade bei Verletzungen?

Bei leichten Verletzungen genügt meist eine ambulante Behandlung ohne Spitalaufenthalt. Solche Verletzungen können in der Regel am Unfallort behandelt werden. Beispiele sind Prellungen und Schürfungen. Bei mittelschweren Verletzungen ist ein kurzfristiger Spitalaufenthalt notwendig. Eher selten sind langfristige Folgen zu erwarten. Zu mittelschweren Verletzungen zählen Knochenbrüche, Verbrennungen und Quetschungen. Bei schweren Verletzungen ist der Zustand des Patienten kritisch. Ein längerer Spitalaufenthalt ist vorhersehbar. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn lebenswichtige Organe verletzt sind. Auch Gehirn- und Schädelverletzungen sowie innere Blutungen gehören dazu.

Bei unbestimmten Verletzungen kann nicht genau gesagt werden, wie schwer jemand verletzt ist. So könnten im Spital plötzlich schwerwiegende innere Verletzungen erkannt werden, welche am Unfallort schwierig zu diagnostizieren sind.

Ab welcher Geschwindigkeit spricht man von einem Raserdelikt?

Als Raser gilt, wer in einer 30er-Zone 40 Kilometer pro Stunde zu schnell unterwegs ist. In einer 50er-Zone liegt die Grenze bei 100 Stundenkilometern. In der 80er-Zone bei Tempo 140. Auf Autobahnen und Autostrassen gilt als Raser, wer mehr als 80 Stundenkilometer zu schnell fährt. Personen, welche sich nicht an die Höchstgeschwindigkeiten halten, werden durch die Polizei bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Die Strafe wird dann von der Staatsanwaltschaft oder vom Gericht festgelegt. Über administrative Massnahmen wie einen Ausweisentzug entscheidet das Strassenverkehrsamt.

Was sind die Unterschiede zwischen Untersuchungshaft, vorläufiger Festnahme, Gewahrsam und Haft?

Ein Gewahrsam wir dann verfügt, wenn die Person fremd- oder eigengefährdet ist. Dabei muss keine strafbare Handlung begangen worden sein. Wenn eine Person strafbar wurde oder zur Festnahme ausgeschrieben ist, dann kann es unter Umständen zu einer vorläufigen Festnahme führen. Die Polizei kann eine Person längstens für 24 Stunden vorläufig festnehmen oder in Gewahrsam nehmen. Anschliessend liegt der Fall in der Zuständigkeit der Staatsanwaltschaft.

Weiter kann es zu einer Untersuchungshaft kommen. Diese kann durch das Zwangsmassnahmegericht angeordnet werden. Sie beginnt mit der Anordnung und endet mit dem ­Eingang der Anklage beim erstinstanzlichen Gericht, dem vorzeitigen Antritt einer freiheitsentziehenden Sanktion oder mit der Entlassung der beschuldigten Person während der Untersuchung. Nachdem ein Urteil ­gefällt wurde, erfolgt je nachdem die Haft als Strafvollzug.

Wie geht die Polizei mit der ­Nationalität der Täter um?

Zuoberst steht der Persönlichkeitsschutz. Wenn die Gefahr besteht, dass Personen identifiziert werden können, wird die Nationalität von der Polizei nicht genannt. Aktiv wird die Nationalität dann genannt, wenn sie einen Zusammenhang mit der Straftat hat. Auf Nachfrage gibt die Polizei die Nationalität allerdings immer bekannt, ausser die oben erwähnten Gründe sprechen dagegen.

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