Gipfel der Weltstars

Immer wieder finden prominente Persönlichkeiten den Weg in den Alpstein. Für Fans ein einmaliges Erlebnis. In der Tourismus- oder Gastrobranche geht man unterschiedlich damit um.

Drucken
Teilen
Keanu Reeves während seiner Gondelfahrt auf den Säntis. (Bild: PD)

Keanu Reeves während seiner Gondelfahrt auf den Säntis. (Bild: PD)

Nachdem im Sommer Roger ­Federer zu Besuch war, wurde in den vergangenen Tagen ein weiterer Weltstar im Appenzellerland gesichtet: Keanu Reeves, der seit seiner Rolle in der «Matrix»-Trilogie zu den bestbezahlten Schauspielern Hollywoods gehört. Unter anderem war er auch auf dem Säntis. Während der Filmstar keine Fotos von seinem Aufenthalt in den sozialen Medien veröffentlichte, liess es sich eine Verkäuferin im Souvenirshop auf der Schwägalp nicht nehmen und hielt die Visite des Schauspielers auf einem Foto fest. Danach teilte sie dieses im Internet.

Andreas Marty, Marketingleiter der Säntis Schwebebahn AG, sagt, dass es jeweils eine grosse Freude sei, wenn ein prominenter Gast auf den Säntis komme. «Das spricht für die Attraktivität der Tourismusregion Ostschweiz. Der Post auf Facebook dient auch dazu, die Personen aus der ­Region auf diese aufmerksam zu machen und nicht wegen des Werbeeffekts.»

Dass sich solch ein Eintrag rasant verbreiten und einen positiven Werbeeffekt haben kann, stellte man im Sommer im Berggasthaus Seealpsee fest. Daniel Parpan, der Wirt des Gasthauses, sagt, dass das Foto vom Besuch Federers im Sommer durchaus weitere Leute angezogen habe. «Das Foto entstand spontan und aus der Situation heraus. Und natürlich haben wir ihn gefragt, ob wir es im Internet veröffentlichen dürfen.»

Schutz der Privatsphäre

Einer, der auch schon Prominenz bewirten durfte, ist Sepp Manser, Wirt der «Meglisalp». Allerdings beisst man bei ihm beim konkreten Nachfragen auf Granit. «Ich sage nicht, wer bei mir vorbeikommt. Diese Menschen geniessen bei mir Diskretion.» Er verkünde solche Besuche auch nicht in den sozialen Medien. Diese Menschen sollen sich im Alpstein frei bewegen können, ohne dass andere anfangen, Effekthascherei zu betreiben. Es sei denn, die Berühmtheit publiziere selbst, dass sie sich in der Region aufhalte, so wie dies im letzten Jahr der Tennisstar Roger Federer getan hatte. (arc/rf)

Aktuelle Nachrichten