Gewitter bremst Bergrennen aus

Auch Hemberg blieb gestern nicht von starken Gewittern verschont: Der letzte Lauf des Bergrennens musste abgebrochen werden. Nach der vierten Durchführung der Neuauflage scheint sich der Toggenburger Anlass etabliert zu haben.

Michael Hug
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Leirer Ferrari (Bild: Ralph Ribi (Ralph Ribi))

Leirer Ferrari (Bild: Ralph Ribi (Ralph Ribi))

HEMBERG. Fahren und fliegen – beides war in Hemberg übers Wochenende angesagt. Für die 7500 Zuschauenden an zwei Tagen zwar nur passiv, doch trotzdem auf spektakuläre Weise. Zwei Tage lang waren die Blicke auf die Rennstrecke gerichtet, während zweimal zwanzig Minuten aber in den Himmel. Den Organisatoren des vierten «neuen» Bergrennens Hemberg war mit dem Engagement der PC-7-Staffel der Schweizer Luftwaffe ein Coup gelungen. Die neun Flugzeuge flogen ein spektakuläres Showprogramm über dem Neckertal.

Saisonauftakt

Das Bergrennen Hemberg bedeutete für die 200 Fahrer und Fahrerinnen den Auftakt zur Schweizer Bergsaison mit neun Rennen. Zu spüren bekamen es am Samstag ein paar Ungeduldige mit Blechschäden an ihren Fahrzeugen. Gemäss OK sind am ganzen Wochenende keine gravierenden Unfälle passiert. Immerhin fahren 200 Fahrer achtmal über die kurvenreiche Strecke mit durchschnittlich neun Prozent Steigung und mit Spitzengeschwindigkeiten von fast 200 Stundenkilometern. Der Schnellste schaffte die 1758 Meter in 55 Sekunden.

Das nach einem fast 20jährigen Unterbruch 2012 wieder aufgenommene Bergrennen ist für die Gemeinde Hemberg mehr als nur ein Rennanlass. Es involviert zahlreiche Vereine und ihre Mitglieder als Helfende am Rennbetrieb, beim Auf- und Abbau oder beim Verpflegungsdienst. Die Reaktionen der Rennfahrer aus der ganzen Schweiz waren denn auch durchgehend positiv. Auch beim Publikum scheint der Anlass, der nach einer leicht chaotischen Premiere 2012 in Ungnade geraten und mit einem zurückhaltenden Aufmarsch bestraft worden war, angekommen. Die Zuschauerzahlen sind seither jedes Jahr leicht steigend, erreichen aber noch nicht die Wunschvorstellung des OKs, das heuer mit 10 000 Fans gerechnet hatte.

Rennabbruch kurz vor Ende

Infolge eines heftigen Gewitters musste der Rennbetrieb gestern um 16 Uhr abgebrochen werden. Für einige Rennkategorien bedeutete dies, dass sie nur zwei Läufe statt drei absolvieren konnten. Gemäss Aussage der Rennleitung wird das Rennen für die Betroffenen dennoch gewertet. Der Abbruch hatte zur Folge, dass das Publikum überstürzt das Gelände verliess. Das Verkehrskonzept mit kompletter Sperrung des Dorfs Hemberg und vorgelagerten Parkplätzen bewährte sich auch bei diesen ausserordentlichen Bedingungen, sagte das OK.

Mehr Bilder auf www.tagblatt.ch.

Legende (Bild: Ralph Ribi (Ralph Ribi))

Legende (Bild: Ralph Ribi (Ralph Ribi))

Mit bis zu 200 Kilometern pro Stunde unterwegs. (Bild: Ralph Ribi)

Mit bis zu 200 Kilometern pro Stunde unterwegs. (Bild: Ralph Ribi)