Gewerkschaften kritisieren «Kahlschlag»

st.gallen. Der Kantonale Gewerkschaftsbund St. Gallen ist entsetzt, zu welchem «Kahlschlag» die Finanzkommission ansetzen will.

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st.gallen. Der Kantonale Gewerkschaftsbund St. Gallen ist entsetzt, zu welchem «Kahlschlag» die Finanzkommission ansetzen will. Der Gewerkschaftsbund kritisiert in einer Mitteilung, dass die Finanzkommission, wie sie in ihrem Bericht darlege, pauschale Einsparungen von 35 Millionen Franken auf dem Buckel des Staatspersonals verlange. Das würde den Abbau von 300 Stellen bedeuten. Die Kommission verlange massive Einsparungen bei der Bildung und gefährde damit die unverzichtbare Qualifizierung der Mitarbeitenden jedes Unternehmens. «Diese Politik bedroht den Werkplatz.»

Steuersenkung nicht nötig

Wichtigster Grund für die Sparmassnahmen seien «die ständigen Steuerentlastungen». Regierung und Kantonsrat hätten mit dieser Politik den Kanton in eine äusserst schwierige Lage gebracht. «Die Folgen der Sparpolitik treffen die Mehrheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Form weiter steigenden Krankenkassenprämien, höherer Gebühren und Schulgelder», so der Gewerkschaftsbund. Dabei sei diese Steuersenkungspolitik für das Gedeihen der Wirtschaft gar nicht nötig. Dies würde die kantonalen Standortförderung belegen, die einige Neuansiedlungen von Unternehmen erreicht habe.

Studien zur Steuerpolitik

Aus Untersuchungen aus anderen Regionen der Schweiz wisse man, dass die Steuerbelastung nur ein untergeordneter Grund für eine Standortwahl sei. «Umso weniger verstehen wir, wieso die Finanzkommission an ihrem unsozialen und arbeitnehmerfeindlichen Kurs festhält», kritisiert der Gewerkschaftsbund. (red.)

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