Gewalttat
Schwere Körperverletzung in Herisau: Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden hat zwei Täter ermittelt

Am Dienstagabend, 22. Juni, hat eine Gruppe junger Männer und Jugendlicher einen 60-jährigen Mann in Herisau eine Treppe hinuntergestossen. Jetzt hat die Kantonspolizei Ausserrhoden einen 19- und einen 24-Jährigen ermittelt – auch dank Hinweisen aus der Bevölkerung.

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Die Jugendlichen, die in Herisau einen Mann die Treppe hinuntergestossen haben, konnten ermittelt werden.

Die Jugendlichen, die in Herisau einen Mann die Treppe hinuntergestossen haben, konnten ermittelt werden.

Bild: Toni Küng

(kapo/dar) Am frühen Dienstagabend in der vergangenen Woche wurde ein 60-jähriger Mann von einer Gruppe Jugendlicher und junger Erwachsener eine Treppe beim Regierungsgebäude in Herisau heruntergestossen. Jetzt werden erste Hintergründe zur Gewalttat bekannt. Gemäss einer Meldung der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden vom Montag sei es im Bereich der Treppe zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Mann und der Gruppe Jugendlichen und junger Erwachsener gekommen. Mediensprecher Marcel Wehrlin präzisiert auf Nachfrage:

«Es war eine Provokation, die den Streit ausgelöst hat.»

Im Verlauf der Streitigkeiten wurde der Mann gestossen und stürzte in der Folge mehrere Stufen die Treppe hinunter, wo er liegen blieb. Die Jugendlichen hätten daraufhin die Flucht ergriffen, heisst es in der ersten Medienmitteilung nach dem Vorfall. Die Gruppe habe aus acht Jugendlichen und jungen Männern bestanden, sagt Wehrlin.

Hinweise aus der Bevölkerung führten zu den Tätern

Die Kantonspolizei Appenzell hat nach der Tat einen Zeugenaufruf gestartet. Dieser hat in der Zwischenzeit gefruchtet: «Dank Hinweisen aus der Bevölkerung und der intensiven Ermittlungsarbeit der Kantonspolizei konnten zwischenzeitlich ein 19- und ein 24-Jähriger in Haft genommen und zur Körperverletzung befragt werden», heisst es in der Mitteilung. «Sie sind teilweise geständig», sagt Wehrlin. Nach jetzigem Stand der Ermittlungen hätten sich die Beiden, welche in der Region wohnen, für die Tat zu verantworten. Sie sind wieder aus der Haft entlassen worden.

Der 60-jährige Mann zog sich beim Sturz schwere Kopfverletzungen zu. Es gehe ihm den Umständen entsprechend gut, sagt Wehrlin. «Er befindet sich weiter in ärztlicher Kontrolle. Ein Reha-Aufenthalt ist glücklicherweise nicht notwendig.»