Gewalttätiger Räuber aus Untersuchungsgefängnis in Appenzell ausgebrochen

ST.GALLEN. In der Zeit zwischen Sonntagabend und Montagmorgen ist einem 28-Jährigen die Flucht aus dem Untersuchungsgefängnis in Appenzell gelungen. Die Kantonspolizei St.Gallen bittet die Bevölkerung um Hinweise, die zur Ergreifung des Flüchtigen führen.

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Die Staatsanwaltschaft St.Gallen führt derzeit ein Strafverfahren gegen den Mann. Er wird unter anderem verdächtigt, bewaffnete Raubüberfälle verübt zu haben. "Der 28-Jährige sitzt seit Ende letzten Jahres im Gefängnis", sagt Kapo-Mediensprecher Gian Andrea Rezzoli. "Er sitzt in Appenzell Innerrhoden, weil in St.Gallen Renovierungsarbeiten laufen." Wie Paul Broger, Sprecher der Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden, gegenüber Blick Online sagte, brach der Mann eine Eisenstange vor seinem Zellenfenster heraus. In der Folge seilte er sich mit Bettlaken aus zehn Metern Höhe in die Tiefe ab.

Entdeckt wurde der Ausbruch laut Broger am Morgen: Ein Passant sah das aus dem Fenster hängende Laken und schlug Alarm.

Über den Ausbruch wurde erst heute informiert, weil die Öffentlichkeitsfahndung für die Polizei das letzte Mittel ist. "Die Staatsanwaltschaft hat den Ausbrecher als gefährlich eingestuft", sagt Gian Andrea Rezzoli.

Der Flüchtige ist 179 cm gross, athletisch gebaut und hat eine braune Hautfarbe. Zum Zeitpunkt seiner Flucht trug er einen Bart.

Wer Angaben zum Mann oder dessen Aufenthaltsort machen kann, meldet sich bei der Kantonspolizei St.Gallen unter 058-229-49-49. Hinweise nimmt auch jede andere Polizeistation entgegen. (kapo/maw)

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