Gesunder Schulstart nach den Sommerferien: Nur wenige Quarantäne-Fälle an St.Galler Schulen vermerkt

Knapp 0,2 Prozent aller Schülerinnen und Schüler mussten nach den Sommerferien in Quarantäne. Wie der Kanton St.Gallen mitteilt, ist die Anzahl der Lehrpersonen in Quarantäne ebenfalls verschwindend gering.

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Der Schulbetrieb wurde letzte Woche wieder aufgenommen.

Der Schulbetrieb wurde letzte Woche wieder aufgenommen.

Nicole Nars-Zimmer

(pd/rms) Am Montag, 10. August, haben die Volks-, Mittel- und Berufsfachschulen im Kanton St.Gallen den Schulbetrieb nach den Sommerferien wiederaufgenommen. Vor und während der fünf Wochen Sommerferien wurde den Lehrpersonen, Eltern sowie Schülern kommuniziert, dass in Bezug auf das Coronavirus Quarantäne-Regeln des Bundes gelten. So insbesondere auch nach der Rückkehr aus einem Land mit erhöhtem Infektionsrisiko oder wenn ein Familienmitglied am Coronavirus erkrankt ist.

Hatte sich ein Schüler mit dem Coronavirus angesteckt, wurden die im gleichen Haushalt lebenden Personen unter Quarantäne gestellt. Die anderen Schüler derselben Klasse und die Lehr- und Betreuungsperson wurden nicht unter Quarantäne gestellt.

Knapp 0,2 Prozent aller Schülerinnen und Schüler in Quarantäne

Wie die Staatskanzlei heute Montag mitteilt, hat das Bildungsdepartement nach der ersten Schulwoche die Daten der Volks-, Mittel und Berufsfachschulen erhoben und ausgewertet.

«Von 69 ausgewerteten Daten von Volksschulträgern und somit 46'508 Schülerinnen und Schülern befinden oder befanden sich 70 in Quarantäne. Von 6'070 Lehrpersonen befinden oder befanden sich zwei in Quarantäne.»

Die Zahlen würde erfreulicherweise in einem überschaubaren Rahmen. Es werde davon ausgegangen, dass die Vorschriften und Empfehlungen der Behörden grundsätzlich gut befolgt wurden.

Auch die Quarantäne-Zahlen an den Mittel- und Berufsfachschulen seien tief: «Bei rund 4'400 Schülerinnen und Schülern an Mittelschulen befinden oder befanden sich 16 in Quarantäne. Bei rund 20'000 Schülerinnen und Schülern an kantonalen Berufs- und Weiterbildungszentren befinden oder befanden sich 17 in Quarantäne.» Lehrpersonen dieser beiden Schulstufen hätten nicht in Quarantäne müssen.

Bussen wegen Missachtung der Schulpflicht kein Thema

Weiter schreibt die Staatskanzlei, dass in der Volksschule Schulpflicht gilt. Würden Eltern die Schulpflicht ihrer Kinder missachten, könnten sie von der Gemeinde gebüsst werden.

«Der Kanton hat aktuell aber keine Hinweise, dass wegen verschuldeter Quarantänefälle Bussen verhängt worden wären.»

Die Regeln zur Eindämmung der Verbreitung des Virus würden ebenfalls weiterhin gelten. Sie erfassen auch den zurzeit unwahrscheinlichen Fall, dass sich zwei oder mehr Schülerinnen und Schüler in einem Abstand von weniger als zehn Tagen in derselben Klasse infizieren. In diesem Fall könnte der Kanton die gesamte Klasse inklusive der Lehrpersonen unter Quarantäne stellen und der Unterricht würde nach Möglichkeit im Fernunterricht weitergeführt. Die Staatskanzlei schreibt weiter:

«Damit auch in den nächsten Wochen der Unterricht stattfinden kann, gilt es, die Hygiene und Abstandsempfehlungen weiterhin einzuhalten.»

Dies heisst: regelmässig Hände waschen, den Abstand einhalten und wo dies nicht möglich ist, eine Schutzmaske tragen.

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