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Electrobeats, Feuerwehr ohne Feuer, Wiler Bier und Stille: Geschichten, die das St.Galler Fest schreibt

Jedes Jahr dasselbe? Von wegen. Vielmehr hält das Stadtfest bei jeder Austragung neue Besonderheiten parat. Die Redaktion hat vier Orte besucht, die ihm dieses Jahr einen speziellen Anstrich gegeben haben.
Vielfältige Verpflegungsmöglichkeiten sind auch immer ein wichtiger Bestandteil des St.Galler Fests. Es hat Freitag und Samstag rund 115'000 Personen angezogen. (Bild: Urs Bucher)
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Prost! Der St. Galler Stadtpräsident Thomas Scheitlin stösst nach dem Fassanstich mit der Wiler Stadtpräsidentin Susanne Hartmann an. Rechts die St.Galler Stadträtin Sonja Lüthi. (Bild: Urs Bucher)
Die Stadttambouren Wil umrahmten die Eröffnung musikalisch. (Bild: Urs Bucher)
«Wil sind wir»: Die Stadt Wil ist dieses Jahr Gastgemeinde und verwandelt den St.Galler Gallusplatz für zwei Tage in den Wiler Hofplatz. (Bild: Urs Bucher)
Ein Selfie zum Auftakt: Auf dem Gallusplatz versammelte sich das Publikum zahlreich zum Fassanstich. (Bild: Urs Bucher)
(Bild: Urs Bucher)
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Warten auf den Andrang. (Bild: Urs Bucher)
Auch die Wiler Tüüfelsgilde liess sich den Auftritt in St.Gallen nicht nehmen. (Bild: Urs Bucher)
Susanne Hartmann prostet Festbesuchern von der Bühne aus zu. (Bild: Urs Bucher)
Urs Bucher/TAGBLATT
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67 Bilder

Prost, en Guete und viel Spass! Die besten Bilder vom St.Galler Fest

Electro in der Goliathgasse

Die Neuheit am St. Galler Fest: die Goliathgasse als «Strada Electronica».(Bilder: Urs Bucher)

Die Neuheit am St. Galler Fest: die Goliathgasse als «Strada Electronica».(Bilder: Urs Bucher)

Unter der Decke des weissen Festzelts hängen Masken. Vorne zuckt DJ Pa-Tee zwischen zwei Steinfiguren im Takt, aus den Boxen pumpen House-Beats, eine Maschine bläst Rauch über die Köpfe der Tanzenden. Zum ersten Mal gehört zum St.Galler Fest auch die «Strada Electronica», die elektronische Strasse, die an anderen Tagen Goliathgasse heisst. Am DJ-Pult unter dem Zeltdach wechseln sich zwei Abende lang House- und Electro-DJs ab: Animal Trainer, Kellerkind, Manuel Moreno, Schwarzmatt, Gigolo Romantico und andere. Die Liste ist lang und beachtlich, weshalb die «Strada Electronica» viele junge Partygänger anzieht. So wird sie auf Anhieb zur hippsten Ecke des Festareals. Aus dem Kühlschrank kommen Energy-Drinks und Vodka, im Brunnen liegen Prosecco-Flaschen im kühlen Wasser bereit.

Beachtlich sind auch die im Zelt aufeinandergestapelten Boxen, allerdings zeigt die Musikanlage nur einen Bruchteil ihrer Kraft und vermag kaum das Stimmengewirr der Festgäste zu übertönen. Aber vielleicht muss das so sein, denn hier wärmt man sich nur auf, die eigentliche Party beginnt später. Wenn das St.Galler Fest aufhört, fängt die Nacht für Clubgänger erst an. Dann zügeln die DJs der «Strada Electronica» ins «Bourbaki», einen eigens fürs Festwochenende ins Leben gerufenen Club im ersten Stock des «Seeger». Dort stampfen die elektronischen Beats weiter. Laut und bis zum Morgengrauen. (rbe)

Feuerwehr an feuerlosem Stand

Gas- statt Holzkohlegrills: Auch die Feuerwehr ist vor dem Feuerverbot nicht gefeit.

Gas- statt Holzkohlegrills: Auch die Feuerwehr ist vor dem Feuerverbot nicht gefeit.

Der Name ist trügerisch: «Firewater Saloon» steht auf dem Stand des Sportclubs der Berufsfeuerwehr St.Gallen beim Waaghaus. Von Feuer ist jedoch nichts zu sehen. Denn auch die Feuerwehr ist vor dem Feuerverbot nicht gefeit. Deshalb darf sie ihre Fackelspiesse nicht wie gewohnt auf dem Holzkohlegrill zubereiten, sondern muss auf Flammen vom Gasgrill ausweichen. Immerhin gebe es dadurch weniger Rauch, sagt Berufsfeuerwehr-Kommandant Christian Isler. Intern hätten die Feuerwehrmänner ohnehin diskutiert, ob sie künftig mit Gas grillieren sollen – ein kontroverses Thema. Für dieses Jahr ist ihnen die Entscheidung abgenommen worden.

Der Geruch der Fackelspiesse bereitet sich auch so über das östliche Ende des Bohls aus. Zu Dutzenden brutzeln sie in den Wannen auf den Grillrosten. Und der Andrang am Stand ist gross. Man könnte nun einwenden, dass das Feuerwehrfeuerverbot letztlich nur konsequent ist. Schliesslich ist die Feuerwehr da, um Feuer zu bekämpfen, und nicht, um es zu entfachen, und sei es nur in einem Holzkohlegrill. Die Feuergefahr an der Betonwüste Bohl ist allerdings ziemlich klein. Das Einzige weit und breit, das einigermassen brennbar aussieht, ist das verdörrte Bäumchen vor der Post Brühltor. Löschen kann man übrigens am anderen Stand der Berufsfeuerwehr gleich nebenan – zumindest den Durst. Passenderweise auch mit gebranntem Wasser. (dag)

Wil auf dem Gallusplatz

Auf einer grossen Leinwand prangt der Wiler Hofplatz über der Szenerie auf dem Gallusplatz.

Auf einer grossen Leinwand prangt der Wiler Hofplatz über der Szenerie auf dem Gallusplatz.

Schon wieder Fasnacht? Wer am Wochenende auf dem Gallusplatz war, könnte diesen Eindruck erhalten haben. Dort, wo sonst Spaziergänger und Touristen vor der malerischen Kulisse der St.Galler Altstadt mit ihren historischen Gebäuden flanieren, tobt während des St.Galler Fests die Wiler Teufelsgilde vor dem Hintergrund des Wiler Hofplatzes. Mit ihren furchteinflössenden Masken jagen die Teufel manch einem Kind – und dem einen oder anderen Erwachsenen – einen Schrecken ein. Weniger exzentrisch, aber nicht weniger fasnächtlich sind daneben die Wiler Stadttambouren, die bereits am Freitag durch die Altstadtgassen auf den Gallus ... pardon, Wiler Hofplatz gezogen waren und Erinnerungen an das Kinderfest geweckt hatten. Auf der zentralen Bühne spielen Wiler Bands, an den Ständen rund um den Hofplatz essen Besucher Wiler Spezialitäten (Mandelfisch) und trinken Wiler Bier (Thurbobräu). Die Ortsgemeinde ist mit einem Informationsstand anwesend und die violetten «Wil sind wir»-Shirts der politischen Gemeinde, die auf dem ganzen Platz sichtbar sind, geben dem spürbaren Stolz der Äbtestadt bildhaften Ausdruck. Auch wenn der Gallusplatz noch zu erkennen ist und die St. Galler Kathedrale hinter der Leinwand hervorschaut, ist die temporäre Verwandlung in den Wiler Hofplatz doch gelungen. Die Gastgemeinde feiert fleissig, und die St.Galler feiern mit. (mac)

Stille in der Laurenzenkirche

Ein Ort der Einkehr inmitten des ausschweifenden Festtreibens: die Kirche St. Laurenzen.

Ein Ort der Einkehr inmitten des ausschweifenden Festtreibens: die Kirche St. Laurenzen.

«Kontrastreich» ist ein treffender Ausdruck, um das Geschehen in der und um die Laurenzenkirche während des St.Galler Fests zu beschreiben. Der Betrieb der Imbissbuden und Getränkestände ist schon in vollem Gange, als man sich um 17.30 Uhr vor der Kirche zu einem Auftaktgottesdienst einfindet. Danach dient die Kirche, wie schon in den Jahren davor, als Ort der Stille neben dem Trubel, der sich direkt vor ihren Toren abspielt. Festbesucher verschiedenen Alters kommen in die Kirche, um eine Kerze anzuzünden, sich auf die bereitgestellten Matten zu setzen oder einfach auf den Bänken zu verweilen und der Stille zu lauschen. Diese wird nur von dumpfer Appenzellermusik, Gelächter und gelegentlichem Applaus von draussen gestört.

Junge Pärchen sind ebenso da wie Eltern mit erwachsenen Kindern. Auch eine Gruppe Jugendlicher mit Sonnenbrillen, Goldketten und Dächlikappen zündet flüsternd Kerzen an und macht dann freundlich lächelnd einem betagten Ehepaar Platz. Die Plastikfolie mit den Kerzen füllt sich und das Licht in der Kirche wird im Verlauf des Abends immer wärmer. Zwar haben nicht alle Besucher eine ganz so seriöse Herangehensweise an das Angebot: Zu später Stunde sind Jugendliche in der Kirche, die sich einen Spass daraus machen, brennende Kerzen durch den Altarraum zu tragen oder eigene Predigten am Mikrofon vorzutragen. «Jesus, du bisch immer i üsne Herze. Allez les bleus!» (kas)

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