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Geschäfte sollen Jugendlichen keine Eier oder Rasierschaum verkaufen: Die Ostschweizer Polizeien wappnen sich für Halloween

An Halloween hat es in den vergangenen Jahren statt Süsses immer wieder Saures gegeben. Denn nicht selten begehen Ostschweizer Jugendliche in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November Sachbeschädigungen. Die Kantonspolizeien St. Gallen und Thurgau setzen auf mehr Personal und Aufklärung.
Rossella Blattmann und Samuel Koch
Verkleidete Kinder ziehen an Halloween von Tür zu Tür. Doch Jugendliche verursachen in der Nacht auf den 1. November immer wieder Sachschäden. (Bild: Benjamin Manser)

Verkleidete Kinder ziehen an Halloween von Tür zu Tür. Doch Jugendliche verursachen in der Nacht auf den 1. November immer wieder Sachschäden. (Bild: Benjamin Manser)

Soweit das Auge reicht: In den Geschäften der Ostschweiz stehen dieser Tage wieder Kürbisse, Skelette und sackweise Süssigkeiten bereit. Das kann nur eines bedeuten: am Donnerstag ist wieder Halloween. Auch in der Ostschweiz wird der amerikanische Brauch gefeiert. Um Schäden zu vermeiden, ergreifen die Kantonspolizeien St.Gallen und Thurgau präventive Massnahmen, wie sie an Dienstag mitteilen.

Vorsicht bei grossen Mengen Eiern

Die Kantonspolizei St.Gallen hat sowohl an die Eltern der Oberstufenschüler als auch an die Geschäfte im voraus Schreiben versandt, wie es in einem Communiqué vom Dienstag heisst. Daniel Hug, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen, sagt auf Anfrage, dass man seit mehreren Jahren Eltern und Shops anschreibe.

«Wir haben die Geschäfte aufgefordert, mit dem Verkauf von Eiern, Rasierschaum, Mehl und ähnlichen Artikeln an Jugendliche zurückhaltend zu sein.»

Dabei handle es sich laut Hug vor allem um Tankstellenshops, die bis spät in die Nacht offen haben. Die Polizei könne den Verkauf von Eiern, Mehl und Rasierschaum nicht verbieten. Das Verkaufspersonal solle den gesunden Menschenverstand walten lassen. Wenn eine grosse Gruppe Jugendliche mit fünf Zwölferpackungen Eiern an der Kasse stehe, dann soll das Personal dies ansprechen, sagt Hug.

«So viele Kuchen auf einmal backt niemand.»

Er hoffe, dass die Briefe an die Eltern Wirkung zeigten, ergänzt Hug. Jugendliche seien sich der Folgen ihres Handelns oft nicht bewusst. «Die Reinigung einer mit Eiern beschmierten Fassade kann schnell Tausende Franken kosten.»

Mehr Polizisten im Einsatz

Im ganzen Kanton St.Gallen seien in der Halloween-Nacht zusätzliche Patrouillen unterwegs, so der St.Galler Polizeisprecher. «An sämtlichen Polizeistützpunkten im Kanton wird das Personal aufgestockt.»

Um eine Prognose bezüglich Vandalismus und Sachbeschädigung aufzustellen, sei es noch zu früh, sagt Daniel Hug. Jedoch seien die vergangenen Halloween-Nächte eher ruhig gewesen.

Appell an die Vernunft

Verstärkte Patrouillenarbeit leistet wie jedes Jahr auch die Kantonspolizei Thurgau. Informationen über operative Details kommentiert Mediensprecher Michael Roth jedoch nicht. «Wir sagen aus polizeitaktischen Gründen nicht, mit wie vielen Polizistinnen und Polizisten wir wo unterwegs sind», meint er.

Die Kantonspolizei Thurgau appelliert an die Vernunft, dass Halloween nichts mit Sachbeschädigungen zu tun habe. Roth ergänzt:

«Der Geist von Halloween besteht nicht in der Zerstörung von fremdem Eigentum.»

Die St.Galler Stadtpolizei ihrerseits erklärt auf Anfrage, sie setze in der Halloween-Nacht auf verstärkte Patrouillenpräsenz. «Dafür gibt es zusätzliche Patrouillen, welche Örtlichkeiten abfahren und mittels Prävention versuchen, Straftaten zu verhindern», sagt Mediensprecher Dionys Widmer.

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