Gericht bestätigt Urteil gegen Hanfbauern

ST. GALLEN. Das St. Galler Kantonsgericht hat den Schuldspruch gegen einen Hanfbauern aus dem Toggenburg bestätigt. Der 45-Jährige soll 300 Hanfpflanzen mit einem hohen Gehalt an Cannabis verkauft haben, die als Drogen verwendet werden konnten.

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ST. GALLEN. Das St. Galler Kantonsgericht hat den Schuldspruch gegen einen Hanfbauern aus dem Toggenburg bestätigt. Der 45-Jährige soll 300 Hanfpflanzen mit einem hohen Gehalt an Cannabis verkauft haben, die als Drogen verwendet werden konnten. Der Bauer verlangte vor Kantonsgericht einen Freispruch und die Freigabe des beschlagnahmten Hanfs. Der Bauer belieferte hauptsächlich die Getränkeherstellerin Thurella, welche die Blüten für Eistee verwendete, und die Handelsfirma SanaSativa.

Zu hoher Cannabis-Gehalt

Die Staatsanwaltschaft warf dem Bauern vor, bei zwei Gelegenheiten jeweils 150 Pflanzen zur Verwendung als Drogen verkauft zu haben. Diese Hanfpflanzen wiesen zwischen 2,5 und 6 Prozent des Cannabis-Wirkstoffs THC auf. Das Kreisgericht Toggenburg verurteilte den Hanfbauern Mitte 2012 zu einer bedingten Geldstrafe von 120 Tagessätzen à 50 Franken, bei einer Probezeit von zwei Jahren. Dagegen erhob der Bauer Berufung, so dass sich das Kantonsgericht mit dem Fall befassen musste.

Reduzierter Tagessatz

Gemäss dem gestern bekanntgewordenen Urteil bestätigte das Kantonsgericht den Schuldspruch wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz. Es hielt auch an der bedingten Geldstrafe fest, reduzierte aber den Tagessatz von 50 auf 10 Franken. (sda)