Genauer Blick in die Tiefe

Einfach aufs Geratewohl loszulegen, wäre bei der teuren Geothermiebohrung viel zu risikoreich. Darum will das Konsortium von EKT und Axpo zuerst den Oberthurgauer Untergrund genau erkunden. Das wird nächsten Winter geschehen – mit der sogenannten 3D-Seismik.

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Einfach aufs Geratewohl loszulegen, wäre bei der teuren Geothermiebohrung viel zu risikoreich. Darum will das Konsortium von EKT und Axpo zuerst den Oberthurgauer Untergrund genau erkunden. Das wird nächsten Winter geschehen – mit der sogenannten 3D-Seismik.

Schallwellen erzeugen

Dabei kommen unter anderem schwere Vibrationsfahrzeuge zum Einsatz. Sie erzeugen Schallwellen, welche die Gesteinsschichten unterschiedlich zurückwerfen. An der Oberfläche empfangen Geophone die reflektierten Wellen. Eine zweite Quelle von Schallwellen können kleine Sprengladungen sein. Aus den Daten lässt sich schliesslich ein dreidimensionales Bild des Untergrunds zusammensetzen. So haben auch die Stadtwerke St. Gallen den Untergrund für ihr Geothermieprojekt untersucht.

Für die Seismik-Messkampagne im Thurgau läuft zurzeit die Ausschreibung. Die Messungen sollen im Einvernehmen mit den Grundeigentümern stattfinden. Entschädigungen sind vorgesehen. Die Erfahrungen mit der St. Galler Messkampagne zeigen, dass die Eigentümer in aller Regel problemlos mitmachen.

Arbeiten von 7 bis 22 Uhr

Das Messgebiet umfasst das Dreieck zwischen Kesswil, Andwil und Steinach. Das EKT hält die Option offen, das Gebiet bis über Sulgen hinaus zu vergrössern. Für die Messungen wollen sich die Verantwortlichen ein tägliches Zeitfenster von 7 bis 22 Uhr offenhalten, jeweils von Montag bis Samstag. (wid)