Gemeinderat von Schmerikon will nicht fusionieren

UZNACH/SCHMERIKON. Am 20. September stimmen die Bürger von Uznach und Schmerikon über die geplante Fusion ab. Gestern gaben die beiden Gemeinderäte ihre Empfehlungen ab. Und diese zielen in unterschiedliche Richtungen: Uznach will fusionieren, Schmerikon lieber eigenständig bleiben.

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UZNACH/SCHMERIKON. Am 20. September stimmen die Bürger von Uznach und Schmerikon über die geplante Fusion ab. Gestern gaben die beiden Gemeinderäte ihre Empfehlungen ab. Und diese zielen in unterschiedliche Richtungen: Uznach will fusionieren, Schmerikon lieber eigenständig bleiben.

Keine zwingenden Gründe

«Trotz unverkennbarer Vorteile in Teilbereichen sind zwingende Argumente für eine Fusion, die jegliche Nachteile überstrahlen würden, ausgeblieben», lautet die Begründung für das Nein aus Schmerikon. Die Gemeinde sei in der Lage, eigenverantwortlich und selbständig die Zukunft zu bewältigen, sagte Gemeindepräsident Félix Brunschwiler. Als eigenständige Politische Gemeinde sei das Potenzial zur weiteren Reduktion des Steuerfusses sogar wesentlich höher. Sichtlich enttäuscht zeigte sich Brunschwiler über die Höhe des vom Kanton in Aussicht gestellten Förderbeitrages, der mit 10,5 Millionen Franken unter den Erwartungen geblieben ist.

«Starkes Zentrum am Obersee»

Der Gemeinderat von Uznach hingegen empfiehlt ein Ja zur Fusion. «Wir sind der Meinung, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um eine gemeinsame Zukunft zu gestalten», sagte Gemeindepräsident Erwin Camenisch. Die Behörden müssten die Risiken ernst nehmen, die ein Zusammengehen beinhalte, aber auch die Chance nutzen. Camenisch betonte vor allem das Potenzial einer gemeinsamen Zukunft: «Als vereinigte Gemeinde können wir ein starkes Zentrum am Obersee bilden.» Wird es angesichts der ablehnenden Haltung aus Schmerikon nun eng für die Fusion? Klar ist, dass am 20. September eine Mehrheit in beiden Gemeinden dem Vereinigungsbeschluss zustimmen muss. «Dem Bürger steht es natürlich frei, zu einer anderen Einschätzung zu kommen als der Gemeinderat», sagte Félix Brunschwiler. (pku)