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Gemeindepräsidentin von Hundwil nach Lawinenabgang: «Es herrscht noch immer eine gewisse Anspannung im Dorf»

Am Abend des Lawinenabgangs war Margrit Müller-Schoch, Gemeindepräsidentin von Hundwil, auf der Schwägalp. Tage nach dem Unglück herrscht im Dorf nach wie vor Betroffenheit. Sie hofft, dass sich die Lage bald etwas entspannt.
Alexandra Pavlovic
Hundwiler Gemeindepräsidentin Margrit Müller-Schoch. (Bild:PD)

Hundwiler Gemeindepräsidentin Margrit Müller-Schoch. (Bild:PD)

Margrit Müller-Schoch, Sie waren am Donnerstag nach dem Lawinenabgang auf der Schwägalp umgehend vor Ort. Wie geht es Ihnen heute, einige Tage nach dem Unglück?

Über das Geschehene bin ich noch immer sehr betroffen. Der Lawinenabgang hätte schlimmere Folgen haben können. Ich bin froh, dass wir einer grösseren Katastrophe entkommen sind. Wir hatten wirklich Glück im Unglück. Zudem bin ich dankbar, konnten innert kürzester Zeit zahlreiche Polizeieinsatzkräfte, Mitglieder der alpinen Bergrettungen, Feuerwehrleute und schliesslich auch Zivildienstler aufgeboten werden. Dank ihrem Einsatz konnten das Freischaufeln der Fahrzeuge, deren Abtransport und das Freiräumen der Zugänge erledigt werden. Die Räume des Hotel Säntis wurden durch private Firmen vom Schnee befreit und geräumt.

Wie ist denn die Stimmung im Dorf?

Obwohl all die vielen Helfer die Lage schnell in den Griff bekommen haben, ist die Stimmung weiterhin angespannt. Die derzeitige Lawinengefahr löst Betroffenheit aus. Als Gemeindepräsidentin bin ich im Führungsstab und seit jenem Abend in sämtliche Abläufe involviert.

Was sind Ihre Aufgaben im Führungsstab?

Seit Freitagabend habe ich die Hauptverantwortung für die Massnahmen und Entscheide. Mit den Einsatzkräften und den Verantwortlichen des Hotels stand ich seither ständig im Kontakt und auch jetzt stehen mir noch kompetente Fachpersonen betreffend Wetter und Lawinengefahr zur Seite.

Hatten Sie viele besorgte Bürger am Telefon?

Ja, ich habe einige Telefonate geführt. Und auch im Dorf wurde ich von einigen Bürgern angesprochen. Sie wollten sich aber mehr über Einzelheiten informieren, vieles haben die meisten vorab aus den Medien erfahren.

Musste die Gemeinde nach dem Lawinenabgang irgendwelche Massnahmen ergreifen?

Neben der anfänglichen Strassensperrung durch die Feuerwehr kaum. Ich bleibe weiterhin als Führungsstabchefin im Einsatz bis es Entwarnung gibt und die Sperrungen aufgehoben sind. Uns war wichtig, dass sämtliche Betroffene schnellstmöglich informiert werden. Darum kommunizieren wir auch aktiv, sei es auf unserer Gemeinde-Homepage oder das Hotel Säntis per Medienmitteilung. Der Gemeindeführungsstab, zu dem ich gehöre, ist weiter stets bemüht, mit den Experten und Einsatzkräften im Austausch zu stehen. Unser Notfall-Pikett-System funktioniert bisher reibungslos.

Wie zeigt sich die Situation derzeit?

Nach wie vor herrscht erhöhte Lawinengefahr, daher ist die Stimmung auch weiterhin angespannt. Seit Sonntagnacht ist nochmals erheblich Schnee gefallen und die Windstärken sich teilweise hoch. Wir stehen weiterhin in ständigem Austauschen mit den Experten, die die Lage fortlaufend beurteilen. Ich hoffe, dass wird bald Entwarnung geben können. Denn nach wie vor ist die Strasse ab Passhöhe gesperrt. Und wenn sich das Wetter bald etwas beruhigt, können wir auch endlich die Schäden, die die Lawine angerichtet hat, inspizieren. Zudem wollen wir den Hotelbetrieb sowie die Fahrt auf der Säntis Schwebebahn bald wieder gewährleisten. Bis dahin, müssen wir einfach noch Geduld haben.

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