Abstimmung
In Dozwil scheitert die Ehe für alle deutlich

Zweimal Nein: So hat Dozwil bei der eidgenössischen Abstimmung entschieden. Hier finden Sie alle Details zum Resultat in der Gemeinde.

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Die Ergebnisse in Dozwil: 66 Prozent Nein zur Ehe für alle

Die Ergebnisse in Dozwil: 66 Prozent Nein zur Ehe für alle

(chm)

Dozwil hat die Vorlage Ehe für alle mit dem höchsten Nein-Anteil im Kanton Thurgau abgelehnt, und zwar mit 66 Prozent. Das Resultat zu Ehe für alle im Kanton Thurgau hiess 57.2 Prozent Ja. Das Schweizer Stimmvolk stimmte 64.1 Prozent Ja.

Zur eingetragenen Partnerschaft für homosexuelle Paare hatte Dozwil 2005 auch bereits Nein gesagt. Damals lautete das Resultat zum Partnerschaftsgesetz 72.1 Prozent Nein. 

Das Diskriminierungsverbot aufgrund der sexuellen Orientierung im vergangenen Jahr hatte die Gemeinde abgelehnt (72.2 Prozent).

Die Bevölkerung in den städtischen Gebieten sagte mit 67 Prozent Ja zu Ehe für alle, in den ländlichen gab es 57 Prozent Ja. In den Gebieten, die sich weder den Städten noch dem Land zuordnen lassen (intermediäres Gebiet) lautete das Resultat 61 Prozent Ja. Dozwil zählt nach der Definition des Bundesamts für Statistik zur Kategorie Land und stimmte somit anders ab als die Mehrheit auf dem Land.

Als eine der wenigen Gemeinden in der Deutschschweiz hat Dozwil die Vorlage Ehe für alle abgelehnt. Die meisten Gemeinden (rund 10 Prozent) hiessen die Vorlage gut.

In der Deutschschweiz sagte die Bevölkerung 65 Prozent Ja zu Ehe für alle, in der Romandie hiess es 62 Prozent Ja. In den italienischsprachigen Gebieten lautete das Resultat 53 Prozent Ja.

99-Prozent-Initiative scheitert deutlich

In der Gemeinde Dozwil hat es ein sehr deutliches Nein gegeben zur 99-Prozent-Initiative. 76.9 Prozent lehnten die Vorlage ab. Auch der Kanton Thurgau lehnte die Vorlage ab, allerdings weniger deutlich. Der Nein-Stimmenanteil betrug 71.9 Prozent. Die Schweiz stimmte 64.9 Prozent Nein.

Die Gemeinde hatte sich auch in der jüngeren Vergangenheit schon ablehnend gezeigt zu höheren Steuern für gut verdienende und vermögende Personen. Zum Beispiel: Zu einer Erbschaftssteuer sagte die Gemeinde im Jahr 2015 Nein (79.3 Prozent), im Jahr davor gab es in der Gemeinde ein Nein (51.4 Prozent) zur Abschaffung der Pauschalbesteuerung für Ausländer. Eine Kapitalgewinnsteuer lehnten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger 2001 mit 53 Prozent Nein ab.

Die Bevölkerung in den städtischen Gebieten sagte mit 62 Prozent Nein zur 99-Prozent-Initiative, in den ländlichen gab es 70 Prozent Nein. In den Gebieten, die sich weder den Städten noch dem Land zuordnen lassen (intermediäres Gebiet) lautete das Resultat 69 Prozent Nein. Eine klare Mehrheit der ländlichen Gemeinden wie Dozwil haben die 99-Prozent-Initiative abgelehnt. Rund 97 Prozent dieser Gemeinden lehnten die Vorlage ab.

Zwar entschieden die Deutschschweiz und die Romandie bei der 99-Prozent-Initiative gleich. Dennoch ist ein Röstigraben erkennbar, unterschied sich das Resultat zwischen den Sprachregionen doch um beachtliche fünf Prozentpunkte.

In der Deutschschweiz sagte die Bevölkerung 66 Prozent Nein zur 99-Prozent-Initiative, in der Romandie hiess es 61 Prozent Nein. In den italienischsprachigen Gebieten lautete das Resultat 66 Prozent Nein. Die Gemeinde Dozwil lehnte somit deutlich stärker ab als ihre Sprachregion.

Im Kanton Thurgau wies Dozwil mit 67 Prozent die höchste Stimmbeteiligung aus. 273 gültige Stimmzettel sind eingegangen. Im Kanton Thurgau gingen 51.9 Prozent der Stimmberechtigten an die Urne. Schweizweit lag die Stimmbeteiligung bei 52.4 Prozent.

Dieser Text ist mit Unterstützung eines Algorithmus erstellt worden.

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