Abstimmung
In Degersheim scheitert das Mediengesetz deutlich

Viermal Nein: So hat Degersheim bei der eidgenössischen Abstimmung entschieden. Hier finden Sie alle Details zum Resultat in der Gemeinde.

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Die Ergebnisse in Degersheim: 63.2 Prozent Nein zum Medienpaket

Die Ergebnisse in Degersheim: 63.2 Prozent Nein zum Medienpaket

(chm)

Degersheim hat das Mediengesetz deutlich abgelehnt. 63.2 Prozent stimmten Nein. Mit einem ähnlichen Nein-Stimmenanteil von 64.4 Prozent lehnte auch der Kanton St. Gallen die Vorlage ab. Das Schweizer Stimmvolk stimmte 54.6 Prozent Nein.

In den vergangenen Jahren hat Degersheim sich bei Vorlagen rund um die öffentliche Finanzierung von Medien ablehnend geäussert: Die No-Billag-Initiative zur Abschaffung der Fernseh- und Radiogebühren lehnte die Gemeinde 2018 mit 67.2 Prozent Nein ab. Dem Systemwechsel zu einer geräteunabhängigen Empfangsgebühr (RTVG-Gesetz, 2015) stimmte die Gemeinde mit 53.8 Prozent Ja zu.

Die No-Billag-Initiative hatte keine Chance vor dem Volk und wurde mit 71,6 Prozent Nein abgelehnt. Das RTVG-Gesetz kam dagegen zustande, wobei die Befürworter nur gerade mit rund 3600 Stimmen Unterschied gewannen.

Beim Mediengesetz ist ein deutlicher Röstigraben erkennbar. Die Ja-Stimmenanteile unterscheiden sich zwischen der deutschen und der französischen Sprachregion um rund 15 Prozentpunkte. In der Deutschschweiz sagte die Bevölkerung 58 Prozent Nein zum Mediengesetz, in der Romandie hiess es 57 Prozent Ja. In den italienischsprachigen Gebieten lautete das Resultat 53 Prozent Nein. Die Ablehnung in Gemeinde Degersheim fiel somit stärker aus als in der Deutschschweiz.

Abschaffung der Emissionsabgabe scheitert deutlich

Die 67.6 Prozent Nein zur Abschaffung der Emissionsabgabe in Degersheim sind der fünftgrösste Nein-Anteil im Kanton St. Gallen. 62 Prozent Nein lautete das Ergebnis zur Abschaffung der Emissionsabgabe im Kanton St. Gallen. Das Schweizer Stimmvolk stimmte 62.7 Prozent Nein.

In der Deutschschweiz sagte die Bevölkerung 64 Prozent Nein zur Abschaffung der Emissionsabgabe, in der Romandie hiess es 61 Prozent Nein. In den italienischsprachigen Gebieten lautete das Resultat 55 Prozent Nein. Die Ablehnung in Gemeinde Degersheim fiel somit stärker aus als in der Deutschschweiz.

Knapper Entscheid zum Tabakwerbeverbot

Mit einem Unterschied von nur gerade 35 Stimmen hat Degersheim das Tabakwerbeverbot abgelehnt. 695 Personen sagten Nein, 660 stimmten Ja. Das entspricht 51.3 Prozent Nein. Der Kanton St. Gallen verwarf die Vorlage mit einem noch höheren Nein-Stimmenanteil, und zwar mit 52.8 Prozent. Die Schweiz stimmte 56.6 Prozent Ja.

Über eine Raucher-Vorlage stimmte die Schweiz zuletzt vor fast zehn Jahren ab, nämlich über die Volksinitiative zum Schutz vor Passivrauchen. Die Schweiz lehnte sie ab (66 Prozent Nein). In Degersheim lautete das Resultat: 64 Prozent Nein.

Die Bevölkerung in den städtischen Gebieten sagte mit 60 Prozent Ja zum Tabakwerbeverbot, in den ländlichen gab es 50.9 Prozent Nein. In den Gebieten, die sich weder den Städten noch dem Land zuordnen lassen (intermediäres Gebiet) lautete das Resultat 53 Prozent Ja. Nach der Definition des Bundesamts für Statistik zählt Degersheim zu diesem intermediären Raum und stimmte somit anders ab als die Mehrheit in diesem Raum.

Zwar entschieden die Deutschschweiz und die Romandie beim Tabakwerbeverbot gleich. Dennoch ist ein Röstigraben erkennbar, unterschied sich das Resultat zwischen den Sprachregionen doch um beachtliche 13 Prozentpunkte.

In der Deutschschweiz sagte die Bevölkerung 53 Prozent Ja zum Tabakwerbeverbot, in der Romandie hiess es 67 Prozent Ja. In den italienischsprachigen Gebieten lautete das Resultat 58 Prozent Ja. Die Gemeinde Degersheim stimmte also anders ab als ihre Sprachregion.

Tierversuchsverbot scheitert deutlich

Zum Tierversuchsverbot hat eine Mehrheit in Degersheim ein Nein eingelegt. Der Nein-Anteil betrug sehr deutliche 76.7 Prozent. Der Kanton St. Gallen verwarf die Vorlage mit einem noch höheren Nein-Stimmenanteil, und zwar mit 78.1 Prozent. Die Schweiz stimmte 79.1 Prozent Nein.

Die Stimmbeteiligung in Degersheim (Gültige Stimmzettel: 1'333) war eine der höchsten im Kanton St. Gallen. Die Beteiligung von 53.6 Prozent bedeutet Rang drei im Kanton. Im Kanton St. Gallen gingen 42.7 Prozent der Stimmberechtigten an die Urne. Schweizweit lag die Stimmbeteiligung bei 44.1 Prozent.

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Dieser Text ist mit Unterstützung eines Algorithmus erstellt worden.