Abstimmung
Eine Mehrheit in Raperswilen lehnt die Ehe für alle ab

Zweimal Nein: So hat Raperswilen bei der eidgenössischen Abstimmung entschieden. Hier finden Sie alle Details zum Resultat in der Gemeinde.

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Die Ergebnisse in Raperswilen: 53.8 Prozent Nein zur Ehe für alle

Die Ergebnisse in Raperswilen: 53.8 Prozent Nein zur Ehe für alle

(chm)

Die 53.8 Prozent Nein zu Ehe für alle in Raperswilen sind der viertgrösste Nein-Anteil im Kanton Thurgau. 86 Personen lehnten die Vorlage ab, 74 stimmten Ja. Das Resultat zu Ehe für alle im Kanton Thurgau hiess 57.2 Prozent Ja. Das Schweizer Stimmvolk stimmte 64.1 Prozent Ja.

Zur eingetragenen Partnerschaft für homosexuelle Paare hatte Raperswilen 2005 auch bereits Nein gesagt. Damals lautete das Resultat zum Partnerschaftsgesetz 58 Prozent Nein. 

Das Diskriminierungsverbot aufgrund der sexuellen Orientierung im vergangenen Jahr hatte die Gemeinde abgelehnt (64.5 Prozent).

Die Bevölkerung in den städtischen Gebieten sagte mit 67 Prozent Ja zu Ehe für alle, in den ländlichen gab es 57 Prozent Ja. In den Gebieten, die sich weder den Städten noch dem Land zuordnen lassen (intermediäres Gebiet) lautete das Resultat 61 Prozent Ja. Raperswilen zählt nach der Definition des Bundesamts für Statistik zur Kategorie Land und stimmte somit anders ab als die Mehrheit auf dem Land.

Als eine der wenigen Gemeinden in der Deutschschweiz hat Raperswilen die Vorlage Ehe für alle abgelehnt. Die meisten Gemeinden (rund 10 Prozent) hiessen die Vorlage gut.

In der Deutschschweiz sagte die Bevölkerung 65 Prozent Ja zu Ehe für alle, in der Romandie hiess es 62 Prozent Ja. In den italienischsprachigen Gebieten lautete das Resultat 53 Prozent Ja.

Wuchtiges Nein zur 99-Prozent-Initiative

Raperswilen hat die 99-Prozent-Initiative mit dem höchsten Nein-Anteil im Kanton Thurgau abgelehnt, und zwar mit 82.9 Prozent. 131 Personen lehnten die Vorlage ab, 27 stimmten Ja. Im Kanton Thurgau lautete das Resultat zur 99-Prozent-Initiative 71.9 Prozent Nein. Das nationale Ergebnis war 64.9 Prozent Nein.

Die Gemeinde hatte sich auch in der jüngeren Vergangenheit schon ablehnend gezeigt zu höheren Steuern für gut verdienende und vermögende Personen. Zum Beispiel: Zu einer Erbschaftssteuer sagte die Gemeinde im Jahr 2015 Nein (89.3 Prozent), im Jahr davor gab es in der Gemeinde ein Nein (54.2 Prozent) zur Abschaffung der Pauschalbesteuerung für Ausländer. Eine Kapitalgewinnsteuer lehnten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger 2001 mit 81.3 Prozent Nein ab.

Die Bevölkerung in den städtischen Gebieten sagte mit 62 Prozent Nein zur 99-Prozent-Initiative, in den ländlichen gab es 70 Prozent Nein. In den Gebieten, die sich weder den Städten noch dem Land zuordnen lassen (intermediäres Gebiet) lautete das Resultat 69 Prozent Nein. Eine klare Mehrheit der ländlichen Gemeinden wie Raperswilen haben die 99-Prozent-Initiative abgelehnt. Rund 97 Prozent dieser Gemeinden lehnten die Vorlage ab.

Zwar entschieden die Deutschschweiz und die Romandie bei der 99-Prozent-Initiative gleich. Dennoch ist ein Röstigraben erkennbar, unterschied sich das Resultat zwischen den Sprachregionen doch um beachtliche fünf Prozentpunkte.

In der Deutschschweiz sagte die Bevölkerung 66 Prozent Nein zur 99-Prozent-Initiative, in der Romandie hiess es 61 Prozent Nein. In den italienischsprachigen Gebieten lautete das Resultat 66 Prozent Nein. Die Gemeinde Raperswilen lehnte somit deutlich stärker ab als ihre Sprachregion.

Mit 52.8 Prozent lag die Stimmbeteiligung in Raperswilen höher als im Kanton Thurgau (51.9 Prozent). Schweizweit lag die Stimmbeteiligung bei 52.4 Prozent.

Dieser Text ist mit Unterstützung eines Algorithmus erstellt worden.

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