Abstimmung
Bischofszell lehnt die Ehe für alle knapp ab

Zweimal Nein: So hat Bischofszell bei der eidgenössischen Abstimmung entschieden. Hier finden Sie alle Details zum Resultat in der Gemeinde.

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Die Ergebnisse in Bischofszell: 50.9 Prozent Nein zur Ehe für alle

Die Ergebnisse in Bischofszell: 50.9 Prozent Nein zur Ehe für alle

(chm)

Mit einem Unterschied von nur gerade 31 Stimmen hat Bischofszell die Vorlage Ehe für alle abgelehnt. 903 Personen sagten Nein, 872 stimmten Ja. Das entspricht 50.9 Prozent Nein. Das Resultat zu Ehe für alle im Kanton Thurgau hiess 57.2 Prozent Ja. Das nationale Ergebnis war 64.1 Prozent Ja.

Zur eingetragenen Partnerschaft für homosexuelle Paare hatte Bischofszell 2005 auch bereits Nein gesagt. Damals lautete das Resultat zum Partnerschaftsgesetz 59.4 Prozent Nein. 

Das Diskriminierungsverbot aufgrund der sexuellen Orientierung im vergangenen Jahr hatte die Gemeinde abgelehnt (52.8 Prozent).

Die Bevölkerung in den städtischen Gebieten sagte mit 67 Prozent Ja zu Ehe für alle, in den ländlichen gab es 57 Prozent Ja. In den Gebieten, die sich weder den Städten noch dem Land zuordnen lassen (intermediäres Gebiet) lautete das Resultat 61 Prozent Ja. Nach der Definition des Bundesamts für Statistik zählt Bischofszell zu diesem intermediären Raum und stimmte somit anders ab als die Mehrheit in diesem Raum.

Als eine der wenigen Gemeinden in der Deutschschweiz hat Bischofszell die Vorlage Ehe für alle abgelehnt. Die meisten Gemeinden (rund 10 Prozent) hiessen die Vorlage gut.

In der Deutschschweiz sagte die Bevölkerung 65 Prozent Ja zu Ehe für alle, in der Romandie hiess es 62 Prozent Ja. In den italienischsprachigen Gebieten lautete das Resultat 53 Prozent Ja.

99-Prozent-Initiative scheitert deutlich

Bischofszell hat die 99-Prozent-Initiative sehr klar verworfen. 71.6 Prozent stimmten Nein. Mit einem fast identischen Nein-Stimmenanteil von 71.9 Prozent lehnte auch der Kanton Thurgau die Vorlage ab. Die Schweiz stimmte 64.9 Prozent Nein.

Die Gemeinde hatte sich auch in der jüngeren Vergangenheit schon ablehnend gezeigt zu höheren Steuern für gut verdienende und vermögende Personen. Zum Beispiel: Zu einer Erbschaftssteuer sagte die Gemeinde im Jahr 2015 Nein (74.5 Prozent), im Jahr davor gab es in der Gemeinde ein Nein (57.2 Prozent) zur Abschaffung der Pauschalbesteuerung für Ausländer. Eine Kapitalgewinnsteuer lehnten die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger 2001 mit 71.4 Prozent Nein ab.

Die Bevölkerung in den städtischen Gebieten sagte mit 62 Prozent Nein zur 99-Prozent-Initiative, in den ländlichen gab es 70 Prozent Nein. In den Gebieten, die sich weder den Städten noch dem Land zuordnen lassen (intermediäres Gebiet) lautete das Resultat 69 Prozent Nein. Nach der Definition des Bundesamts für Statistik zählt Bischofszell zu diesem intermediären Raum und stimmte somit gleich wie die Mehrheit in diesem Raum.

Zwar entschieden die Deutschschweiz und die Romandie bei der 99-Prozent-Initiative gleich. Dennoch ist ein Röstigraben erkennbar, unterschied sich das Resultat zwischen den Sprachregionen doch um beachtliche fünf Prozentpunkte.

In der Deutschschweiz sagte die Bevölkerung 66 Prozent Nein zur 99-Prozent-Initiative, in der Romandie hiess es 61 Prozent Nein. In den italienischsprachigen Gebieten lautete das Resultat 66 Prozent Nein. Die Ablehnung in Gemeinde Bischofszell fiel somit stärker aus als in der Deutschschweiz.

Mit 51 Prozent lag die Stimmbeteiligung in Bischofszell tiefer als im Kanton Thurgau (51.9 Prozent). Schweizweit lag die Stimmbeteiligung bei 52.4 Prozent.

Dieser Text ist mit Unterstützung eines Algorithmus erstellt worden.

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