Gemeinden zahlen neu für Uferpflege

Merken
Drucken
Teilen

Renaturierung Die Thurgauer Bauern haben beim neuen kantonalen Wasserbaugesetz einen kleinen Sieg errungen. Statt die Grundeigentümer müssen die Gemeinden das Mähen von Uferböschungen renaturierter Bäche bezahlen. Nach der ersten Lesung des Gesetzes über den Wasserbau und den Schutz vor gravitativen Naturgefahren hatte der Grosse Rat Thurgau an seiner letzten Sitzung beschlossen, dass das Mähen der Uferböschungen und Dämme auch nach einer Revitalisierung Sache der Grundeigentümer bleibt. Wie Bau­direktorin Carmen Haag sagte, können die Landwirte die Uferböschungen als Biodiversitätsflächen anmelden und bekommen für die Pflege Beiträge. Gestern wehrte sich die Bauernlobby im Parlament erfolgreich gegen ­diese Regelung: Der Grosse Rat stimmte einem Antrag von Josef Gemperle (CVP), Landwirt in Fischingen, mit grossem Mehr zu. Demnach ist bei revitalisierten Bächen die Pflege in Zukunft ­Sache der Gemeinde. Die Gesellschaft wolle natürlichere Gewässer und müsse dafür zahlen, lautete das Hauptargument. (sda)