Geldstrafe gegen Schnellfahrer bestätigt

LAUSANNE. Ein Automobilist ist von der St. Galler Justiz zu Recht zu einer bedingten Geldstrafe von 7000 Franken sowie zu einer Busse von 1400 Franken verurteilt worden. Dies, weil er 39 km/h zu schnell fuhr. Am 28.

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LAUSANNE. Ein Automobilist ist von der St. Galler Justiz zu Recht zu einer bedingten Geldstrafe von 7000 Franken sowie zu einer Busse von 1400 Franken verurteilt worden. Dies, weil er 39 km/h zu schnell fuhr. Am 28. Januar 2012 machte die Polizei mit einem Lasermessgerät auf der Autobahn A53 auf der Höhe der Ausfahrt Jona in Richtung Reichenburg/Hinwil Geschwindigkeitskontrollen. Sie erwischte dabei einen Automobilisten, der statt der erlaubten 80 km/h mit Tempo 123 unterwegs war. Nach Abzug der Toleranz ergab dies eine rechtlich relevante Geschwindigkeit von 119 km/h und damit eine Tempoüberschreitung von 39 km/h.

Strafe verschärft

Das Untersuchungsamt Uznach büsste den Lenker wegen grober Verletzung von Verkehrsregeln zu einer bedingten Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu 330 Franken sowie zu einer Busse von 1200 Franken. Dagegen erhob der Lenker Beschwerde ans Kreisgericht See-Gaster. Dieses verschärfte die Strafe und erhöhte die bedingte Geldstrafe auf 25 Tagessätzen zu 280 Franken und die Busse auf 1400 Franken. Als das St. Galler Kantonsgericht diese Strafe bestätigte, gelangte der Lenker ans Bundesgericht. Er beanstandete in Lausanne die Messmethode. Die Beweisführung der Justiz beruhe auf drei verschiedenen, gegenseitig vermischten Videos, welche die effektive Situation wiederholt verfälscht wiedergegeben hätten, argumentiere er.

Korrekte Messmethode

Das Bundesgericht wies die Beschwerde ab. Auch die Bundesrichter gehen davon aus, dass nur ein einziges Messvideo besteht. Dieses belegt, dass der Lenker mit Tempo 119 unterwegs war. Es diente auch dazu, ein Gutachten des Eidgenössischen Instituts für Metrologie zu erstellen. Im Rahmen dieses Gutachtens wurde durch eine Weg-Zeit-Berechnung eine unabhängige zweite Geschwindigkeitsbestimmung ermittelt und damit erklärt, dass die Lasermessung korrekt erfolgt war. Der Lenker wurde deshalb zu Recht bestraft; er muss auch mit einem Führerausweisentzug rechnen und hat die Gerichtskosten von 2000 Franken zu bezahlen.

Urteil 6B_358/2015