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Geheimnis gelüftet: Das ist die neue Speisekarte im Restaurant Aescher +++ Die berühmte Rösti gibt es nicht mehr

Im Dezember hat die Eventagentur Pfefferbeere die Pacht für das Restaurant Aescher übernommen. Jetzt stellen die neuen Verantwortlichen ihre Speisekarte vor. Diese ist urchig und kreativ, doch die berühmte Aescher-Rösti gibt es nicht mehr. Im Mai wird eröffnet.
Martin Oswald
Das neue Wirteteam mit Gallus Knechtle und Melanie Gmünder (Bild: Urs Bucher)

Das neue Wirteteam mit Gallus Knechtle und Melanie Gmünder (Bild: Urs Bucher)

Die neuen Pächter des Aescher geben erstmals Einblick in ihre neue Speisekarte. Am Mittwochmittag wird zudem die neue Webseite lanciert. Das junge Team der Eventagentur Pfefferbeere wagt dabei Neues und hat sich gleichzeitig auf die Suche nach Traditionen und Spezialitäten aus der Region gemacht. Die legendäre Rösti sucht man auf der Speisekarte jedoch vergeblich. Für sie sei das keine leichte Entscheidung gewesen, aber eine sehr bewusste, schreiben die Verantwortlichen in einer Mitteilung.

«Mit der neuen Pacht möchten wir die Möglichkeit packen, Neues zu kreieren und mit eigenen Gerichten das Berggasthaus zu prägen.»

Das Motto der neuen Küche lautet: «Zurück zum Ursprung und damit in die Zukunft». Auf dem Aescher-Menü stehen traditionelle Appenzeller Gerichte wie beispielsweise Siedwurst, Käsefladen und Pantlitatar, aber auch überraschende Gerichte wie eine Buttermilch-Ribelmais-Bramata.

Ein Ausschnitt aus der neuen Speisekarte.

Ein Ausschnitt aus der neuen Speisekarte.

Die Pächter schreiben in ihrer Mitteilung: «Wir möchten damit zu einem umfassenderen Verständnis der Alpenküche beitragen, die für uns nicht bei der gegenüberliegenden Bergkette aufhört, sondern auch die angrenzenden Regionen und ihre kulinarischen Traditionen, wie beispielsweise das Rheintal, mit einschliesst. Hier wächst seit Jahrhunderten der Rheintaler Ribelmais. Einst das wichtigste Getreide der Gegend, wurde er später als Armeleuteessen verschrien und erlebt heute wieder einen Aufschwung.»

Aus für die berühmte Aescher-Rösti

Pfefferbeere lanciert Gerichte, welche die Geschichte des Ortes aufnehmen würden. Dazu gehöre etwa der Fackelkafi und das Aescher-Zwenzgeli, die beide vom alten Brauch des Höhlenbuben und Höhlenmädchens erzählten: Den Kindern wurde damals die Aufgabe anvertraut, die Wanderer für 20 Rappen mit der Fackel durch die dunkle Wildkirchlihöhle hinab zum Gasthaus zu begleiten.

Ferner könne anstelle der berühmten Rösti neu das Aescher-Becki bestellt werden, ein Rindsgulasch mit Wurzelgemüse und Kartoffeln, das im traditionellen Talerbecki zum Teilen serviert wird. Damit wird Tatsache, was so mancher Fan und Wanderer befürchtet hat: Die Aescher-Rösti gehört der Vergangenheit an.

12-köpfiges Team unter Leitung von Melanie Gmünder

Mit den Vorgängern stünden die neuen Pächter seit der Übernahme im Austausch und hätten von ihnen wertvolle Tipps und Ratschläge für ihre erste Saison im Aescher erhalten. Der Kopf des Teams im Aescher ist die Appenzellerin Melanie Gmünder, welche als neue Gastgeberin wirkt. Unterstützt wird sie durch ein 12-köpfiges Team vor Ort, dazu kommen flexible Aushilfsmitarbeitende. Einen wichtigen Part übernehme ausserdem die Produktionsküche in Bühler. Hier würden die einzelnen Komponenten der Gerichte vorbereitet, womit die Abläufe in der Aescher-Küche vereinfacht würden.

Blick auf das weltberühmte Berggasthaus Aescher bei wenig Schnee, aufgenommen am Montag, 10. Dezember 2018. (Foto: Keystone/Gian Ehrenzeller)

Blick auf das weltberühmte Berggasthaus Aescher bei wenig Schnee, aufgenommen am Montag, 10. Dezember 2018. (Foto: Keystone/Gian Ehrenzeller)

Eröffnung im Mai

Vor einer Woche hat das neue Aescher-Team mit dem Helikopter einen ersten Transport durchgeführt und anschliessend mit Umgebungsarbeiten und dem Einrichten des Gasthauses am Berg begonnen.

«Nun sind wir voller Elan an den letzten Vorbereitungen und freuen uns, je nach Wetterlage schon Anfang Mai die ersten Gäste im Aescher begrüssen zu dürfen.»

Enge Platzverhältnisse bleiben vorerst

Die ehemaligen Pächter hatten mit den engen Platzverhältnissen mitten in der Felswand zu kämpfen. Die Infrastruktur konnte mit den wachsenden Touristenströmen nicht mehr Schritt halten. Zwar sind jetzt von der Wildkirchli-Stiftung bauliche Massnahmen in Aussicht gestellt und bereits in Planung, diese können aber erst nach der Sommersaison 2019 umgesetzt werden. So muss das neue Team vorerst mit den altbekannten Bedingungen vorlieb nehmen.

In roter Farbe: Geplante Umbauarbeiten am Berggasthaus. (Foto: Urs Bucher)

In roter Farbe: Geplante Umbauarbeiten am Berggasthaus. (Foto: Urs Bucher)

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