Gegen Ungleichheit in der Schule

Die Volksschule, allen voran die Oberstufe, steht in den nächsten Jahren vor einem Umbruch: Sekundar- und Realschüler werden ab 2012 gemeinsam unterrichtet und die hohe Sonderschulquote des Kantons soll längerfristig gesenkt werden

Urs-Peter Zwingli
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Wegen sinkender Schülerzahlen verschwinden in den nächsten zehn Jahren 100 Schulklassen im Kanton. (Bild: ky/Georgios Kefalas)

Wegen sinkender Schülerzahlen verschwinden in den nächsten zehn Jahren 100 Schulklassen im Kanton. (Bild: ky/Georgios Kefalas)

ST.GALLEN. Die St. Galler Volksschule ist in Bewegung: In den nächsten Jahren stehen zahlreiche Reformen an. Davon besonders betroffen ist die Oberstufe.

So werden ab dem Schuljahr 2012/13 Sekundar- und Realschüler in gemeinsamen Niveaugruppen unterrichtet. Damit sollen «schwächere Schüler optimal gefördert werden», schreibt die Regierung in ihrem Bericht zum Zustand der St. Galler Volksschule. Denn im Kanton klafft eine ungesund grosse Lücke zwischen den Schülern: Auf der einen Seite erbringen sie im interkantonalen Vergleich sehr gute Leistungen, auf der anderen Seite ist die Gruppe der extrem schlechten Schüler im Kanton viel zu gross.

Bald 100 Klassen weniger

Der Bericht wird in der Februarsession vom Kantonsrat behandelt – und dürfte für einige Diskussionen sorgen. Thematisiert wird im Bericht nämlich auch der anstehende, massive Schülerschwund. Auch er wird vor allem die Oberstufe betreffen: In zehn Jahren werden rund 100 Oberstufenklassen verschwunden sein, schätzt die Regierung – und das spüren vor allem Schulen auf dem Land empfindlich.

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