Gegen Strafen bei Abtreibungen

VADUZ. Das Dauerthema «Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs» ist in Liechtenstein wieder auf der politischen Agenda: Parlamentarier der Regierungspartei FBP verlangen, dass Frauen, die im Ausland abtreiben lassen, im Fürstentum nicht dafür bestraft werden.

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VADUZ. Das Dauerthema «Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs» ist in Liechtenstein wieder auf der politischen Agenda: Parlamentarier der Regierungspartei FBP verlangen, dass Frauen, die im Ausland abtreiben lassen, im Fürstentum nicht dafür bestraft werden. Die parlamentarische Initiative wurde gestern eingereicht.

In Liechtenstein ist der Schwangerschaftsabbruch verboten. Die Einführung einer Fristenregelung wurde im Jahr 2011 an der Urne abgelehnt. Gemäss Schätzungen fahren jährlich etwa 50 Frauen für einen Schwangerschaftsabbruch ins benachbarte Ausland, vorzugsweise nach St. Gallen oder Chur. Es ist nicht bekannt, dass im Fürstentum je eine Frau wegen einer unerlaubten Abtreibung verurteilt worden wäre. (sda)

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