Gefängnis statt Geldsegen

FRAUENFELD. Die Thurgauer Kantonspolizei hat am Mittwoch in Frauenfeld einen mutmasslichen Enkeltrickbetrüger verhaftet. Der 23-jährige Pole wollte mehrere zehntausend Franken ergaunern - und geriet dabei in eine Falle.

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Der Mann hatte am Mittwochmorgen eine 48-jährige Frau in der Schweiz per Telefon kontaktiert und sich als Bekannter aus Deutschland ausgegeben. Gemäss Mitteilung der Kantonspolizei gab er an, mehrere zehntausend Franken für eine dringende Möbelauktion zu benötigen. Die Frau jedoch durchschaute den Trick, ging zum Schein auf die Forderung ein und kontaktierte die Kantonspolizei Thurgau. Wenig später verhaftete die Polizei beim verabredeten Übergabeort einen 23-jährigen Polen.

Die Kriminalpolizei der Kantonspolizei Thurgau führt in diesem Zusammenhang weitere Ermittlungen durch, die Staatsanwaltschaft Frauenfeld hat ein Verfahren eröffnet.

Enkeltrickbetrüger melden sich meist telefonisch und geben sich als Bekannte oder Verwandte aus. Dabei spiegeln sie im Verlauf des Gesprächs eine finanzielle Notlage vor oder geben an, dass sie aus einem anderen Grund sofort Geld benötigen würden. Meistens verlangen sie Beträge in der Höhe von mehreren zehntausend Franken. Dabei setzen sie die Angerufenen, vorwiegend Seniorinnen und Senioren, unter zeitlichen Druck und fordern sie auf, das Geld bei der Bank abzuholen oder für sie bereitzustellen.

Die Kantonspolizei Thurgau bittet die Bevölkerung um Vorsicht im Umgang mit unbekannten Anrufern, die mit der erwähnten "Masche" operieren. Der Kontakt sollte sofort unterbrochen und die Polizei (Tel. 117) alarmiert werden. Auf keinen Fall sollte Geld an fremde Personen übergeben werden. (kapo/sg)