GBS-Rektor Lukas Reichle geht in Pension

Der Rektor des Gewerblichen Berufs- und Weiterbildungszentrums St.Gallen (GBS) hat auf Ende dieses Schuljahrs seinen Rücktritt eingereicht. Mit 62 Jahren geht er frühzeitig in Pension. «Aus klaren privaten Gründen», wie er sagt.

Katharina Brenner
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«Man lebt nur einmal und ich freue mich auf diese nächste Lebensphase», sagt GBS-Rektor Lukas Reichle über seine Pensionierung. (Bild: pd)

«Man lebt nur einmal und ich freue mich auf diese nächste Lebensphase», sagt GBS-Rektor Lukas Reichle über seine Pensionierung. (Bild: pd)

Der Rektor des Gewerblichen Berufs- und Weiterbildungszentrums St.Gallen (GBS) Lukas Reichle hat auf Ende Schuljahr 2018/2019 seinen Rücktritt eingereicht. Dies teilte die Berufsfachschulkommission des GBS am Montag mit. Der 62-jährige Rorschacher könne dannzumal auf «eine 14-jährige, erfolgreiche Tätigkeit» als Rektor zurückblicken, heisst es im Communiqué weiter. Mit Lukas Reichle verlasse «eine prägende Persönlichkeit» das GBS, die sich auch berufspolitisch engagierte; sei dies im Eidgenössischen Hochschulinstitut für Berufsbildung oder im Vorstand der schweizerischen Direktorenkonferenz der Berufsfachschulen.

Reichle scheidet frühzeitig aus dem Berufsleben aus. Das ordentliche Pensionsalter leitender Angestellten des Kantons liege bei 65 Jahren, sagt der Präsident der Berufsfachschulkommission Gian Bazzi. «Meine Pensionierung hat klare private Gründe», sagt Lukas Reichle. Seine Frau sei zwei Jahre älter als er, sie gehe fast zeitgleich in Pension. Seit langer Zeit hätten sie diesen Schritt gemeinsam geplant. Im Kollegium sei deshalb auch kaum jemand überrascht gewesen über seinen Entscheid. «Man lebt nur einmal, und ich freue mich auf diese nächste Lebensphase.» Und auf mehr Zeit für seine fünf Enkelkinder. Die Vorwürfe, die vor anderthalb Jahren gegen ihn laut geworden waren, hätten keine Rolle gespielt bei seiner Entscheidung. Diese drehten sich um den Führungsstil des Rektors.

Auch Gian Bazzi betont, dass damit kein Zusammenhang bestehe: «Die Vorwürfe dürften seinen lange geplanten Entscheid nicht in eine andere Richtung beeinflusst haben.» Lukas Reichle habe ihm gegenüber bereits vor vielen Jahren den Wunsch geäussert, früher in Pension gehen zu wollen.

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