Gastronomie
Nach Corona-Ausfällen besuchen nun viele Einheimische die Restaurants – in Thurgauer Betrieben läuft es «überdurchschnittlich gut»

In den Restaurants ist wieder Normalität eingekehrt. Nach einer fünf Monate langen Zwangspause läuft der Sommer in Thurgauer Gastronomiebetrieben gar überdurchschnittlich gut. Trotzdem können die Corona-Ausfälle damit nicht kompensiert werden.

FM1 Today
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Restaurants dürfen die Gäste wieder im Innenbereich wie im Aussenbereich bewirten. Vor allem Einheimische gönnen sich nun vermehrt Restaurantbesuche.

Restaurants dürfen die Gäste wieder im Innenbereich wie im Aussenbereich bewirten. Vor allem Einheimische gönnen sich nun vermehrt Restaurantbesuche.

Bild: Donato Caspari

(gbo) Bei schönem Wetter sind an den Sommerabenden die Beizen voll. Ein erfreuliche Situation für die Beizer. «Die Leute kommen wieder, auch Leute, die sonst nie da waren», sagt Ruedi Bartel, Thurgauer Gastropräsident gegenüber FM1 Today. Für viele Betriebe laufe es derzeit sehr gut.

«Wir haben den ganzen Tag Kundschaft. Gerade an den Wochenenden sind wir bei solchem Wetter ausgebucht.»

Corona-Ausfälle können trotzdem nicht kompensiert werden

Am See sei die Situation sogar extremer, aber auch auf dem Land kämen viele Gäste. «In den Restaurants läuft es überdurchschnittlich gut, besser als in den Sommermonaten der letzten Jahre», so Bartel. Dabei seien nicht unbedingt viele Touristen unter den Gästen. Vor allem Einheimische würden sich vermehrt Restaurantbesuche gönnen. Die Corona-Ausfälle aus den fünf Monaten können damit aber nicht kompensiert werden.

«Auch wenn es gut läuft, geht das nicht. Fünf Monate können nicht in drei Monaten kompensiert werden.»

Der Gastropräsident hofft nicht, dass nun eine Impf- oder Testpflicht für die Restaurants komme. Dann würde sich die Situation für die Restaurants wieder schnell verschlechtern. «Das wäre das Schlimmste.» Derzeit hätten die Betriebe bereits mit Personalmangel zu kämpfen. «Die Angestellten haben während der Coronazeit eine andere Arbeit gesucht.» Jetzt im Sommer würden aber viele Restaurants wieder Unterstützung suchen, gerade auch wegen der Bedienung der Terrassen. Doch diese Unterstützung sei schwer zu finden. «Die Personen geniessen jetzt vielleicht ihren neuen Job und dass sie am Wochenende frei haben.»

In St.Galler Innenstadt fehlt es an Touristen

In der Stadt St.Gallen scheint die Situation genau umgekehrt zu sein. Viele Betriebe in der Innenstadt würden Ferien machen, weil nichts laufe, so der St.Galler Gastropräsident Walter Tobler.

«Den Betrieben auf dem Land geht es besser. Der Sommer war in der Stadt schon immer ein Problem.»

Es würde an einheimischen Gästen und Touristen fehlen, die Leute seien in den Ferien. Trotzdem glaubt Tobler, dass das Bedürfnis, ein Restaurant zu besuchen, durchaus vorhanden ist. «Die Leute wollen hinausgehen und das machen sie auch.»

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