«Gasthof Brauerei Frohsinn», Arbon: Von gediegen bis rustikal

Der Riegelbau an der Strasse von Arbon nach Romanshorn/Amriswil ist kaum zu übersehen. Er steht leicht erhöht, weshalb man aus der Gartenwirtschaft unter Kastanien und aus der Frohsinn-Stube Seeblick hat.

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Der Riegelbau an der Strasse von Arbon nach Romanshorn/Amriswil ist kaum zu übersehen. Er steht leicht erhöht, weshalb man aus der Gartenwirtschaft unter Kastanien und aus der Frohsinn-Stube Seeblick hat. Herzstück des Lokals ist auch für Geschäftsführer Erwin Schönauer, einen erfahrenen Gastronomen, der Braukeller, in dem früher das hauseigene Bier gebraut wurde. Die Einrichtungen dazu sind noch da. Das Frohsinn-Bier wird jetzt von der Huus Braui in Roggwil nach eigenem Rezept gebraut. Ein Fumoir und ein Rustico – dieses im Annex-Bau – ergänzen die Lokalitäten.

Im historischen Gewölbekeller werden aus der Küche von Chef Emil Sauter eher kräftige und deftige Köstlichkeiten serviert, jedoch sind auch Fisch- und vegetarische Gerichte zu haben. Eine Spezialität sind die Filets, die auf dem heissen Stein serviert werden (Strauss, Fohlen oder Rind mit drei verschiedenen Saucen, Pommes frites und Gemüse, 39.– bis 66.–). Verlockend auch der hausgemachte Hackbraten an Biersauce mit Kartoffelstock und Gemüse (19.50) oder das Brauer-Kotelett (mit Beilagen 27.

50). Aber es gibt auch die warme Laugenbrezel sowie Weisswürste mit süssem Senf und einer Brezel (9.50).

Ribelmais-Poularden

Da man im Braukeller schon zufrieden gesessen hat, kehrten wir diesmal in der gediegenen Frohsinn-Stube ein. Auf der monatlich wechselnden Themenkarte setzen Poularden den Akzent, die mit Rheintaler Ribelmais aufgezogen wurden.

Aus diesem Angebot wählte man die Poulardenbrust «Frohsinn» mit Quark-Morchel-Spargel-Füllung an Marsalasauce, serviert mit Basilikum-Kartoffelpüree und Gemüse. Das Fleisch dieser Poularden ist kräftig und saftig, die dezente Füllung gab eine weitere Geschmacksnote (29.50). Dem ging ein erfrischender Ratatouillesalat mit Rucola und gebratenen Saiblingsfilet-Streifen voraus (18.50). Das Gegenüber entschied sich für einen Crevetten-Cocktail, ganz leicht warm und an pfiffiger Sauce serviert (14.

50). Es folgte ein rassig gewürztes Rindfleisch-Tartar (27.–). Zur Wahl standen aber beispielsweise auch noch feine Nudeln an Kräuterrahmsauce mit Erbsen und Ribelmais-Poulardenbruststreifen (15.50/19.50) oder Zanderfilet gebraten, an Balsamicojus und serviert auf mediterranem Gemüse-Kartoffel-Ragout (35.50).

Nicht nur Bier

Als Getränk empfiehlt sich zunächst natürlich eines der hauseigenen Biere, etwa ein «Frohsinn Dunkel», ein aromatisches, mit Röst- und Caramelmalzen gebrautes Bier.

Zu den Vorspeisen wählten wir dann aber aus der Weinkarte einen leichten und frischen Grünen Veltliner aus dem österreichischen Weinviertel («Lust und Laune» vom Weingut Zull, 6.–/dl). Zu den Hauptgängen gab es einen Châteauneuf-du-Pape, Château Cabrières, einen eleganten und ausgewogenen Tropfen (61.–).

Unser Eindruck: Von gediegen bis rustikal – im «Frohsinn» wird man gut bedient, von einem umsichtigen Service, in attraktiven Räumlichkeiten.

Urs Bader

Frohsinn, 9320 Arbon Romanshornerstr. 15 Tel. 071 447 84 84 www.frohsinn-arbon.ch, Hotelzimmer, Parkplätze hinter dem Haus Öffnungszeiten: täglich, 7 bis 23.30 Uhr (Küche 11.30 bis 22.30) Karte: Frohsinn-Stube: Vorspeisen 8.50 bis 19.–, Hauptgerichte 19.50 bis 56.–. Täglich vier Mittagsmenus (15.– bis 21.–) und Business-Lunch (29.50). Am Sonntag: Brauers Brunch-Buffet im Braukeller (35.–)

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