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Der St.Galler Druckmaschinenbauer Gallus Ferd. Rüesch baut 60 Stellen ab

Der St.Galler Druckmaschinenhersteller will die Montage nach Deutschland verlagern.
Hauptsitz der Gallus Gruppe in St.Gallen. (Bild: Ralph Ribi)

Hauptsitz der Gallus Gruppe in St.Gallen. (Bild: Ralph Ribi)

Der St. Galler Druckmaschinenbauer Gallus Ferd. Rüesch will 60 Stellen abbauen. Grund sei der Wettbewerb aus billig produzierenden Ländern. Das teilte gestern die Arbeitnehmerorganisation Angestellte Schweiz mit. Sie fordert das Management auf, die Abbaustrategie zu überdenken und in Zusammenarbeit mit der lokalen Arbeitnehmervertretung, Lösungen zu erarbeiten, um möglichst viele Stellen zu retten.

Die Unternehmensführung habe den Entscheid gestern an einer Sozialpartnerinformation mitgeteilt. Dem Preisdruck und den ungenügenden Margen will das Unternehmen laut der Mitteilung von Angestellten Schweiz mit einer Verlagerung der Montagetätigkeiten ins deutsche Langgöns begegnen. Der Abbau soll gestaffelt ab dem ersten Quartal 2020 bis zum zweiten Quartal 2021 vollzogen werden. Laut einer Mitteilung der Gewerkschaft Unia sind auch Stellen in der Verwaltung betroffen. Insgesamt werden am Standort St. Gallen 60 Stellen abgebaut. Die Gallus Ferd. Rüesch AG beschäftigt in der Schweiz 225 Personen.

Arbeitnehmer fordern Lösungen ohne Abbau

Die Angestellten Schweiz fordern das Management auf, die Abbaustrategie zu überdenken. Im nun angelaufenen Konsultationsverfahren soll es mit den Arbeitnehmern zusammenarbeiten. «Wir erwarten, dass die Geschäftsleitung Langmut beweist und genau prüft, ob eine Verlagerung der Tätigkeiten tatsächlich mit einer Kostenreduktion verbunden ist», sagt Korab Macula, Jurist bei den Angestellten Schweiz. Allfällige Abbaumassnahmen müssten sozialverträglich umgesetzt werden. Die Betroffenen sollen bei Weiterbildungen und Stellensuche unterstützt werden.

Frist für Vorschläge zu kurz

Auch die Gewerkschaft Unia kritisiert den Entscheid der Gallus Ferd. Rüesch. Ohne Not würden Arbeitsplätze verlagert, heisst es in einer Mitteilung der Unia. Die Frist von 14 Tagen für das Konsultationsverfahren sei zu kurz.

Der Druckmaschinenhersteller Gallus Ferd. Rüesch erlebt seit längerer Zeit eine schwierige Phase. Schon 2015 wurden Stellen aufgrund der Auslagerung der Teilefertigung abgebaut. (red)

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