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Verlässt Stergiou die Espen bald? – Jetzt spricht der Berater des FCSG-Juwels: «Er ist bereit für den nächsten Schritt»

Seit Wochen bangen die FCSG-Anhänger um Abwehrboss Leonidas Stergiou, der mit dem FC Genua verhandelt. Noch besteht aber die Hoffnung, dass der Toggenburger in St.Gallen bleibt. Sein Berater sagt: «Leo wechselt nur, wenn es sportlich Sinn ergibt.»

Dominic Ledergerber/FM1Today
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Leonidas Stergiou (links) im letzten Spiel gegen den FC Lausanne – verlässt er die Ostschweiz bald?

Leonidas Stergiou (links) im letzten Spiel gegen den FC Lausanne – verlässt er die Ostschweiz bald?

Bild: Keystone

Abwehrboss in der Super League, Best Youngster des Jahres 2020, Captain des U21-Nationalteams – und das alles mit erst 19 Jahren. Logisch, sind die Clubs aus den grossen europäischen Ligen längst auf Leonidas Stergiou aufmerksam geworden.

Ebenfalls kein Geheimnis ist, dass der FC Genua aus der italienischen Serie A bemüht ist, den Toggenburger mit griechisch-serbischen Wurzeln aus seinem Vertrag in der Ostschweiz loszueisen. Darüber hinaus kamen zuletzt kaum noch Neuigkeiten rund um den sich anbahnenden Transfer ans Tageslicht.

Es ist ein Millionengeschäft, bei dem neben Spieler und Clubs auch ein einstiger FCSG-Stürmer mitmischt: Miloš Malenović (36) trug in der Saison 2006/2007 das Trikot der Espen, heute leitet er die Spieleragentur Soccer Mondial mit Sitz in Zug und amtet als Berater von Spielern wie Berat Djimsiti von Atalanta Bergamo, Dušan Tadić von Ajax Amsterdam – oder eben Stergiou.

«Er fühlt sich wohl in St.Gallen»

Obwohl Soccer Mondial während der Transferzeit regelrecht in Arbeit schwimmt, nimmt sich Malenović Zeit für ein Interview mit FM1Today. Es bringt zum Ausdruck, dass die Würfel keineswegs schon gefallen sind und der St.Galler Anhang zumindest auf einen Verbleib Stergious in der Ostschweiz hoffen darf.

Zu den laufenden Verhandlungen darf sich der Spielerberater zwar nicht äussern, er sagt aber:

«Die Ausgangslage ist klar: Leo hat noch einen Vertrag bis 2024, er fühlt sich wohl in St.Gallen, hat hier ein super Umfeld und ist sehr bodenständig.»

So gesehen gibt es eigentlich keinen Grund, Stergiou nur wenige Monate nach der bestandenen Lehrabschlussprüfung in die grosse, weite Fussballwelt hinaus zu transferieren. Zu einem FC Genua, der sich zuletzt 2015 in den Top 10 der Serie A klassieren konnte und in der vergangenen Spielzeit mit ausbleibenden Lohnzahlungen in die Schlagzeilen geriet.

«Er muss sich weiterentwickeln können»

Schlagzeilen, die auch Miloš Malenović nicht verborgen blieben. Allfällige Zahlungsschwierigkeiten seien für ihn aber nicht ausschlaggebend, da die Spieler vertraglich sehr gut geschützt seien. Vielmehr müsse ein Transfer aus sportlicher Sicht Sinn ergeben. «Er muss spielen und sich weiterentwickeln können», so Malenović.

Gespielt hat Leonidas Stergiou beim FC St.Gallen immer, er ist in der Abwehr klar gesetzt und geniesst das vollste Vertrauen von Trainer Peter Zeidler. Sein Berater sagt:

«Nach zweieinhalb Jahren als Super-League-Stammspieler fühlt sich Stergiou bereit für den nächsten Schritt.»

Finden sich die beiden Clubs?

Gerüchten zufolge sind die Genuesen bereit, vier Millionen Euro in die Ostschweiz zu überweisen. Geld, das der FC St.Gallen besonders nach den Corona-Verlusten gut gebrauchen könnte, auch wenn Stergious Abgang sportlich ein herber Verlust wäre. Darüber hinaus müssen die Verantwortlichen des FC St.Gallen abwägen, ob sie ihr Eigengewächs jetzt vergolden oder doch noch zuwarten wollen, ob sein Marktwert noch weiter ansteigt.

Zum Vergleich: Der zweitteuerste Transfer in der Super-League-Geschichte ist mit Manuel Akanji ebenfalls ein Innenverteidiger. 2018 strich der FC Basel beim Wechsel des heutigen Nati-Stars nach Dortmund fast 22 Millionen Euro ein.

So oder so verspricht Berater Malenović: «St.Gallen ist Stergious Ausbildungsclub. Wenn er wechselt, dann nur, wenn es für beide Clubs passt.» Worte, die den St.Galler Anhang weiter auf ein Happy End hoffen lassen.

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