Fuss- und Radwege teilweise gesperrt – In Au ist der Rhein über die Ufer getreten

Am Samstagmorgen wurden die Fuss- und Radwege in den Vorländern entlang des Rheins vorsorglich gesperrt, dies als Reaktion auf die Gefahrenmeldung des Schweizer Bundesamtes für Umwelt (BAFU). Auf Schweizer Seite betrifft dies den Abschnitt ab Rheinbrücke Diepoldsau/Widnau bis St.Margrethen Bruggerhorn. In Au ist der Rhein am frühen Samstagabend über die Ufer getreten.

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Die grossen Regenmengen aus dem Bündnerland sind im Rhein bei Montlingen angekommen.

Die grossen Regenmengen aus dem Bündnerland sind im Rhein bei Montlingen angekommen.

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(pd/red) Die teils intensiven Niederschläge im Bündnerland lassen die Pegel der Flüsse im Einzugsgebiet des Alpenrheins deutlich ansteigen. In Au ist der Rhein am frühen Samstagabend über die Ufer ins Vorland getreten. «Es besteht aber keine Gefahr, denn links und rechts schützen uns Hochwasserdämme», sagt Daniel Dietsche von der internationalen Rheinregulierung gegenüber FM1Today. Für Fussgänger und Radfahrer ist es derzeit verboten, im Rheinvorland spazieren zu gehen – das Verbot werde spätestens am Montag aufgehoben.

Bei der internationalen Rheinregulierung geht man davon aus, dass der Rhein vom Bodensee bis zur Rheinbrücke bei Diepoldsau ins Vorland übertreten wird. «Wir erwarten, dass die Spitze in Diepoldsau – 1600 bis 1700 Kubikmeter Wasser pro Sekunde – um 19 bis 20 Uhr runterkommt», so Dietsche. «Je näher zum See, desto mehr Wasser im Rheinvorland. Ganz unten ist das Rheinvorland sicher zwei bis drei Meter eingestaut.»

Bevölkerung soll sich nicht in der Nähe des Rheins aufhalten

«Die Rheinbauleitungen entlang des Alpenrheins sind in laufendem Austausch und beobachten die Lage mit Ihren Führungsstäben», erklärt Daniel Dietsche. «In den letzten Tagen wurden die Pächter der Rheinvorländer über die aktuelle Lage orientiert und damit beauftragt, sämtliche Tiere und allfällige Gerätschaften aus dem Vorland zu entfernen», ergänzt Dietsche. Auch die Baustellen entlang des Rheins, insbesondere jene der neuen Brücke Hard-Fussach wurden geräumt und werden beobachtet.

Die Bevölkerung werde gebeten, sich nicht in der Nähe des Rheins aufzuhalten, um einen möglichen Einsatz des Rheinunternehmens und des Landesflussbauhofs nicht zu behindern, wie die Internationale Rheinregulierung mitteilt. Auch aus Gründen der persönlichen Sicherheit sollen Rheindämme, Vorland und insbesondere die Innenwuhre gemieden werden.

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