Für Würmer und Käfer Zutritt verboten

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Kirche und Staat hatten in Appenzell Innerrhoden nie Berührungsängste. So trafen sich Regierung und Kapuzinerpatres bis 2011 jedes Jahr einmal im Kloster zum Mittagessen mit Gedankenaustausch. Dies fast 100 Jahre lang. Doch die Kapuziner sind weg. Dieser Tage hat die Standeskommission dennoch wieder zum Zmittag ins Kloster gerufen. Statt der Kapuziner kamen die Bezirkshauptleute. Ganz ohne Mindere Brüder mag die Standeskommission nicht regieren.

Im Test hat er nach eigenen Angaben gut abgeschnitten. Ex-Skirennfahrer Marco Büchel bleibt als Experte für Skirennen dennoch beim ZDF. Das Schweizer Fernsehen hat ihm Marc Girardelli vorgezogen. Die Begründung laut Büchel: «Dass ich Liechtensteiner bin.» Die Tatsache, dass er in Walenstadt geboren wurde und nebst dem Liechtensteiner auch den Schweizer Pass besitzt, hat Büchel nichts genützt. Girardelli ist luxemburgisch-österreichischer Doppelbürger, und er hat die Schweizer Skifahrer weit öfter geärgert als Büchel. Aber Girardelli hat einen anderen Vorteil: Er versteuert sein Geld in der Schweiz.

Die St. Galler Evangelischen taten es bereits 2003. Drei Jahre später zogen die Katholiken nach. Seit letztem Sonntag dürfen jetzt auch die Inner- rhoder Kirchgemeinden das Ausländerstimmrecht einführen. Eigentlich ungern, wie es vor der Landsgemeinde im Grossen Rat geheissen hatte. Aber wenn Mitsprache schon sein muss, dann in der Kirche. Dass man sauber an die Versammlung kommt, wird vorausgesetzt. Sonst hätte man die 20 Millionen für ein Hallenbad grad so gut ablehnen können.

Vor vier Jahren hat es in St. Gallen-Bruggen penetrant nach Fisch gestunken. Der Verdacht, das hänge mit dem Geothermie-Bohrloch im Sittertobel zusammen, liess sich nicht erhärten. Die Ursache wurde nie gefunden. Heute ist das kein Thema mehr. Der Forellenbestand in der Sitter hat merklich abgenommen. Dafür brummt es jetzt im Tschudiwies-Quartier. Die Quartierbewohner vergleichen das Geräusch mit einem Motor, einem Transformator oder einem Betonmischer. Vermutungen, es könnte die auf Hochtouren laufende städtische Verwaltung sein, haben sich nicht bestätigt. Bei uns, heisst es dort übereinstimmend, brummt es nicht.

Bereits mehr als 80000 Veganer soll es in der Schweiz geben. Tendenz steigend. Logisch, dass die neue Glaubensgemeinschaft sich nach reiner Erde sehnt. Geranien vor einem Veganerfenster sollen in veganer Erde blühen dürfen, und alles, was man überhaupt noch essen darf, muss veganer Erde entsprossen sein. Demnächst kommt die erste vegane Erde der Schweiz auf den Markt. Mitgeliefert werden Schilder: «Für Würmer und Käfer Zutritt verboten!» Und ein Haarsieb zum Aussortieren der Mikroorganismen. Nicht-Veganer brauchen sich keine gesundheitlichen Sorgen zu machen: Vegane Erde ist für sie ebenso essbar wie für Veganer.

«Wir geben das Heft nicht aus der Hand», sagt Christiane Roth, Präsidentin des Spitalverbundes Appenzell Ausserrhoden. Will heissen: Im Spital Heiden soll trotz tiefroter Zahlen auch künftig die gesamte medizinische Grundversorgung angeboten werden. Dies, obwohl die Geburtenzahlen stark rückläufig sind. Dafür entsprechen im Appenzellerland noch immer 135 Bahnübergänge nicht den gesetzlichen Sicherheitsvorgaben. Das weckt Hoffnungen, dass das Spital Heiden dank Quersubventionierung doch noch auf die nötigen Fallzahlen kommt. Mindestens in der Unfallchirurgie.