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Die Grippewelle hat ihren Höhepunkt erreicht – Für eine Impfung ist es mittlerweile zu spät

Vor fünf Wochen hielt die Grippewelle Einzug in der Schweiz. In der Ostschweiz ist die Verbreitung geringer als in anderen Regionen. Die Impfung scheint dieses Jahr zu wirken – allerdings nur, wenn sie rechtzeitig erfolgte.
Alexandra Nagel
Zu Beginn der Grippewelle war nebst den Kantonen Zürich, Schaffhausen und Tessin vor allem auch die Ostschweiz stark betroffen. (Bild: KEY/Martin Ruetschi)

Zu Beginn der Grippewelle war nebst den Kantonen Zürich, Schaffhausen und Tessin vor allem auch die Ostschweiz stark betroffen. (Bild: KEY/Martin Ruetschi)

Vor fünf Wochen hielt die Grippewelle Einzug in der Schweiz: Seit der zweiten Januarwoche ist der saisonale epidemische Schwellenwert von 68 Grippeverdachtsfällen pro 100'000 Einwohner überschritten. In der siebten Woche hat die Grippewelle nun ihren Höhepunkt erreicht. Danuta Reinholz, Kantonsärztin des Kanton St.Gallen, sagt:

«Aktuell befinden wir uns in der ganzen Schweiz auf der Spitze der Grippewelle.»

Es werde sicherlich noch vier Wochen dauern, bis die Welle ihrem Ende zugeht, meint Reinholz weiter. Zu Beginn der Grippewelle war nebst den Kantonen Zürich, Schaffhausen und Tessin vor allem auch die Ostschweiz stark betroffen. Inzwischen ist die Influenzaverbreitung in der Ostschweiz geringer als in anderen Regionen. In der vergangenen Woche wurden gemäss Bundesamt für Gesundheit (BAG) schweizweit 307 Fällen pro 100'000 Einwohner gemeldet. In der Ostschweiz waren es weniger – 278 Fällen pro 100 000 Einwohner.

Bei Kleinkindern steigend

Kleinkinder von bis zu vier Jahren sind laut BAG am meisten von der Grippewelle betroffen. Bei Kleinkindern führt die BAG-Statistik pro 100'000 Einwohner 639 grippebedingte Konsultationen auf. Die Anzahl der Erkrankungen ist in dieser Altersgruppe nach wie vor steigend.

Am wenigsten betroffen sind ältere Menschen ab 65 Jahren. Pro 100'000 Einwohner gibt es bei ihnen nur 209 Konsultationen. Doch auch hier nimmt die Anzahl der Erkrankten zu. Im schweizweiten Durchschnitt bleibt aber Zahl der Erkrankten konstant.

Nebst dem Bundesamt für Gesundheit sind auch Spitäler während der Grippewelle besonders gefordert. Laut Philipp Lutz, Mediensprecher des Kantonsspitals St.Gallen, werden seit Anfang der Grippesaison fast täglich Patienten mit einer saisonalen Grippe im Kantonsspital betreut. Die Bettenauslastung im Kantonsspital sei derzeit sehr hoch. Gemäss Lutz verfügen die meisten Kliniken aber noch über genügend Betten.

Einzelzimmer und Isolierzonen

«Weil wir aber Grippepatienten wenn immer möglich in einem Einzelzimmer unterbringen oder Isolierzonen schaffen, um die Verbreitung der Grippe im Spital zu verhindern, beeinflusst die aktuelle Grippewelle zumindest teilweise die Verfügbarkeit von Betten», sagt Lutz.

Grippeähnliche Erkrankungen treten gemäss BAG in unseren Breitengraden saisonal auf. Bisher habe jeden Winter eine Grippewelle festgestellt werden können. Von Jahr zu Jahr variiere aber deren Intensität, die Länge, die Art der zirkulierenden Virenstämme und die Auswirkungen auf die Bevölkerung.

«Der beste Schutz gegen eine Grippe ist eine Impfung», sagt Karin Faisst, Leiterin des Amts für Gesundheitsvorsorge des Kantons St. Gallen. Idealerweise sollte die Impfung im Zeitraum von Mitte Oktober bis Mitte November durchgeführt werden, damit man für eine Grippewelle im Winter gewappnet sei, sagt Faisst weiter.

Die richtigen Virentypen

Zwei Wochen nach einer Impfung bestehe der höchste Schutz. Dieser halte vier bis sechs Monate an. Für eine Grippeimpfung ist es also mittlerweile zu spät: «Der Aufbau des Impfschutzes im Körper dauert nach der Impfung im Durchschnitt zwei Wochen. Damit lohnt sich die Impfung für die Grippewelle 2018/19 nicht mehr», sagt die Kantonsärztin Reinholz.

Doch wer sich frühzeitig geimpft hat, kann sich freuen. Die aktuell am häufigsten zirkulierenden Virentypen sind laut Reinholz im diesjährigen Impfstoff enthalten. Die Wirkung des Impfstoffs sei also gegeben.

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