FRÜMSEN: Eine Nuss als Warteraum

Nach zweijähriger Bauzeit eröffnen der Staubern-Wirt und sein Team am Wochenende ihre neue Seilbahn.

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Hat die Form einer Nuss: der neue hölzerne Warteraum an der Talstation in Frümsen. (Bild: Corinne Hanselmann)

Hat die Form einer Nuss: der neue hölzerne Warteraum an der Talstation in Frümsen. (Bild: Corinne Hanselmann)

Der Bagger ebnet eine Fläche neben der Talstation. Auf dem Gerüst rund um die hölzerne Nuss, die künftig als Warteraum dient, hantieren Arbeiter mit Bohrmaschinen. Der Hubstapler lädt gerade ein Palett mit einem Weinfass aus Nussholz aus einem Lieferwagen. Noch kann man kaum glauben, dass hier in zwei Tagen die neue Seilbahn zur Staubern eröffnet werden soll. Doch das Kernstück, die Bahn, läuft. Das durften Medienvertreter gestern bei einer Testfahrt am eigenen Leib erfahren.

Akkubetrieben und solarunterstützt

Im Vergleich zur alten Seilbahn ist die Fahrt in der neuen erstaunlich ruhig, trotz des gestrigen Föhnwetters. Mit 7 statt 13 Minuten ist die Beförderung auch deutlich schneller. «Wir bringen künftig das Restaurant in einer Stunde voll und auch wieder leer», sagt Staubern-Wirt Daniel Lüchinger. Er ist es, der sich vor rund sieben Jahren vorgenommen hat, eine akkubetriebene und solarunterstützte Seilbahn zu bauen. «Wenn niemand etwas macht, kommen wir in der Energiewende nicht vom Fleck», so Lüchinger.

Mit seinen Kindern arbeitet bereits die vierte Generation im Berggasthaus mit. Tochter Karin Lüchinger ist es auch, die den Eröffnungsevent vom kommenden Wochenende organisiert, zu dem bis 5000 Besucher erwartet werden. Am Freitagabend werden die Kabinen mit einem feierlichen Akt enthüllt. Am Samstagabend finden Konzerte, am Sonntag der Frümsner Nussbrunch statt. Zudem kann man sich bei der Talstation an Ständen informieren.