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FROST: Erste Schäden an den Reben

Die kalten Nächte in der Region setzen die Weinbauern unter Druck. Sie rechnen mit Ernteausfällen.
Frostkerzen sollen die Bestände schützen. (Bild: Urs Bucher)

Frostkerzen sollen die Bestände schützen. (Bild: Urs Bucher)

Minus 7,3 Grad in Gais, minus 3,4 in St. Gallen oder minus 4,8 in Tänikon. Die Nacht auf Donnerstag war kalt in der Ostschweiz. Und gemäss «SRF Meteo» war es nicht die letzte. Denn: Die Wolken, die das Absinken der Temperaturen etwas abdämpften, fehlten in der Nacht auf Freitag fast gänzlich. Das heisst, es war noch kälter. Für die Weinbauern im Rheintal war das eine Hiobsbotschaft. Wegen der warmen Witterung der letzten Tage ist bei vielen Reben die Vegetationsperiode schon weit fortgeschritten. Nun drohen die Bestände zu erfrieren.

Jens Junkert, Önologe und Geschäftsführer der Weinkellerei Haubensak in Altstätten, hat bereits erste Schäden an seinen ­Reben festgestellt. Gerade exponierte Lagen seien besonders betroffen. Ein abschliessendes Schadensbild könne man sich aber erst in drei oder vier Tagen machen.

Nachdem er in der vorletzten Nacht bereits junge Reben abgedeckt hatte, griff er nun zu Frostkerzen, um einen Teil seiner Bestände zu schützen. Der Frost beeinträchtige nicht die Qualität der Lese, sondern vielmehr die Menge. Junkert hofft aber, dass die sogenannten «schlafenden Augen» – Knospen der Reben, welche unter der Rinde sitzen – in der nächsten Zeit noch austreiben werden.

Eine Versicherung gibt es nicht

Langfristige Möglichkeiten für den Frostschutz gibt es gemäss dem Önologen kaum, zwar könne man Sorten pflanzen, welche später austrieben, doch in der Weinkellerei Haubensak seien der Blauburgunder und der Riesling traditionell verankert. Diese Sorten treiben schon früh. Eine Versicherung für Frostschäden gibt es laut Junkert nicht. Wer wie er mit der Natur arbeite, müsse mit solchen Risiken leben.

Joel Mähne

joel.maehne@tagblatt.ch

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